Das Wiki für die Zug-um-Zug-Fangemeinde. Hier finden sich alle Informationen zum Spiel, zu den Turnieren und den bekanntesten Spielern. Und ja, die Seite wurde von mir eingerichtet und wird durch mich verwaltet
Samstag, 7. November 2009
Tickipedia online
Die Seite ist jetzt seit einiger Zeit online, aber ich möchte doch die Gelegenheit nutzen, um auch hier darauf hinzuweisen:
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. Einen besonderen Dank geht dabei an die vielen Autoren, die das Wiki mit Leben füllen!
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Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Privates, Zug um Zug
um
11:40
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Sonntag, 1. November 2009
Neulich in der Kantine
Faszinierende Einblicke in die Physik gibt es in der Kantine zu erlangen. Auf dem folgenden Bild ist zu sehen, was passiert, wenn man zuerst Cola light eingießt und dann Fanta (verbleit) Fanta (verbleit) eingießt und dann Cola light (offensichtlich laut Bild
) dazugibt:

Wenn man übrigens umgekehrt eingießt (Fanta vor Cola light Cola light vor Fanta), mischen sich die beiden Flüssigkeiten ganz normal, ebenso bei Cola und Fanta. Mir ist klar, daß das irgendwas mit der unterschiedlichen Dichte der beiden Flüssigkeiten zu tun haben dürfte. Wenn mir jemand schreibt, wieso das passiert und ob sich die beiden Flüssigkeiten wieder trennen, wenn man sie verrührt, dann werde ich das hier veröffentlichen.
Versprochen!

Colaaaa, Fantaaaa, Bieeeer - nur Cola light und Fanta hier
Wenn man übrigens umgekehrt eingießt (
Samstag, 31. Oktober 2009
Ehrenvorsitz für Piraten
In einigen Kreisverbandssatzungen der Piraten findet sich so oder so ähnlich inzwischen der folgende Satz:
Ich kann gar nicht klar genug sagen, wie grausam ich das finde. Wollten wir Piraten nicht diesen üblichen Partei-Personenkult vermeiden? Was kommt noch: Ehrenmedaille für 1000 aufgehängte Plakate? Ich kann nur hoffen, daß sich die entsprechenden Kreisverbände eines Besseren besinnen oder so ein Schwachfug von den höheren Strukturen einkassiert wird (falls das möglich ist). Wir bewegen uns auf jeden Fall mit großen Schritten auf die Standardstrukturen der etablierten Parteien zu und einige bei den Piraten sind offenbar genauso macht- und postengeil wie deren Politiker. Wenn ich mir die üblichen Ehrenvorsitzenden in Deutschland so anschaue, dann würde ich keinen davon gerne als Ehrenvorsitzenden meiner Partei haben. Und das wird sich - da bin ich mir sicher - auch in der Piratenpartei nicht ändern. Bitte, bitte, bitte auf die Idee der Piratenpartei konzentrieren. Danke!
Der Kreisparteitag kann auf Vorschlag des Kreisvorstandes Ehrenvorsitzende wählen.
Ich kann gar nicht klar genug sagen, wie grausam ich das finde. Wollten wir Piraten nicht diesen üblichen Partei-Personenkult vermeiden? Was kommt noch: Ehrenmedaille für 1000 aufgehängte Plakate? Ich kann nur hoffen, daß sich die entsprechenden Kreisverbände eines Besseren besinnen oder so ein Schwachfug von den höheren Strukturen einkassiert wird (falls das möglich ist). Wir bewegen uns auf jeden Fall mit großen Schritten auf die Standardstrukturen der etablierten Parteien zu und einige bei den Piraten sind offenbar genauso macht- und postengeil wie deren Politiker. Wenn ich mir die üblichen Ehrenvorsitzenden in Deutschland so anschaue, dann würde ich keinen davon gerne als Ehrenvorsitzenden meiner Partei haben. Und das wird sich - da bin ich mir sicher - auch in der Piratenpartei nicht ändern. Bitte, bitte, bitte auf die Idee der Piratenpartei konzentrieren. Danke!
Mittwoch, 28. Oktober 2009
Nachtrag Nummer Eins
Nur ein kleiner unbedeutender Nachtrag zu einem kleinem unbedeutenden Ereignis. Am 12.09.2008 konnte ich - wenn auch nur für kurze Zeit - die Nummer Eins in der allgemeinen Online-Rangliste von Zug um Zug erreichen. Nummer eins auf speziellen Ranglisten war ich ja schon früher, aber das Erreichen dieses Ziels hat mich doch sehr gefreut

Nach all den Jahren und den Mühen...
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Privates, Zug um Zug
um
21:07
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Kunden AD
Heute möchte ich eine kleine Fabel erzählen.
Angenommen, da gäbe es eine ältere Dame. Diese Dame ist seit Jahrzehnten Kundin eines großen deutschen Warenhauses, hat bestimmt schon für einige tausend Euro (und in DM sogar noch mehr) Güter bestellt und selbstverständlich immer pünktlich bezahlt, kaum mal etwas davon zurückgeschickt und auch sonst wohl wenig Ärger für den Konzern gemacht. Alle fünf oder zehn Jahre bekommt sie einen persönlichen Brief der Firmenleitung oder ein kleines Geschenk. Mit dem Internet hat sie nichts am Hut und Bestellen per Katalog und Brief oder Telefon genügt ihr vollkommen.
Nun feiert diese gute Frau einen runden Geburtstag und anläßlich dessen erhält sie einen Anruf des geliebten Warenhauses, in dem ihr für ihren Jubeltag eine "Überraschung" in Form eines Besuches versprochen wird. Selbst auf mehrfaches Nachfragen bekommt sie vom Callcenter ihres Vertrauens nur diese etwas kryptische und geheimnisvolle Auskunft. Nun, denkt sie, vielleicht bekommt sie ja für die vielen Kundenjahre ein kleines Präsent überreicht und macht vorsichtshalber schon mal einen Kuchen (ist in dieser Generation halt so),
An ihrem Geburtstag erscheint ein netter junger Herr im Anzug und einem Musterkoffer und macht ihr ein Angebot, daß man nicht ablehnen kann. Das vollständige Nachschlagewerk über fünf Millionen Jahre deutsche Geschichte im 900bändigen Edelpappschuber statt für 3000 für nur 1500 Euronen, nur für sie und nur heute - natürlich. Die ältere Dame bleibt freundlich, lehnt dieses Angebot aber bestimmt ab und ist um eine weitere Erfahrung im Leben reicher.
Daß diese Masche bei den durch Lehman bekannten A & D - Kunden oft genug zieht, klingt wahrscheinlich. Für jüngere Menschen, die von dieser Geschichte wenig später hören und denen fast vor Wut der Kopf platzt ob solcher Dreistigkeit, gehört so ein Geschäftsgebaren in den Bereich der Illegalität. Und zum guten Schluß mal angenommen, so ein Warenhaus würde irgendwann mal Pleite gehen, dann gebe ich offen zu: Ich würde dem nicht eine Träne nachweinen.
Angenommen, da gäbe es eine ältere Dame. Diese Dame ist seit Jahrzehnten Kundin eines großen deutschen Warenhauses, hat bestimmt schon für einige tausend Euro (und in DM sogar noch mehr) Güter bestellt und selbstverständlich immer pünktlich bezahlt, kaum mal etwas davon zurückgeschickt und auch sonst wohl wenig Ärger für den Konzern gemacht. Alle fünf oder zehn Jahre bekommt sie einen persönlichen Brief der Firmenleitung oder ein kleines Geschenk. Mit dem Internet hat sie nichts am Hut und Bestellen per Katalog und Brief oder Telefon genügt ihr vollkommen.
Nun feiert diese gute Frau einen runden Geburtstag und anläßlich dessen erhält sie einen Anruf des geliebten Warenhauses, in dem ihr für ihren Jubeltag eine "Überraschung" in Form eines Besuches versprochen wird. Selbst auf mehrfaches Nachfragen bekommt sie vom Callcenter ihres Vertrauens nur diese etwas kryptische und geheimnisvolle Auskunft. Nun, denkt sie, vielleicht bekommt sie ja für die vielen Kundenjahre ein kleines Präsent überreicht und macht vorsichtshalber schon mal einen Kuchen (ist in dieser Generation halt so),
An ihrem Geburtstag erscheint ein netter junger Herr im Anzug und einem Musterkoffer und macht ihr ein Angebot, daß man nicht ablehnen kann. Das vollständige Nachschlagewerk über fünf Millionen Jahre deutsche Geschichte im 900bändigen Edelpappschuber statt für 3000 für nur 1500 Euronen, nur für sie und nur heute - natürlich. Die ältere Dame bleibt freundlich, lehnt dieses Angebot aber bestimmt ab und ist um eine weitere Erfahrung im Leben reicher.
Daß diese Masche bei den durch Lehman bekannten A & D - Kunden oft genug zieht, klingt wahrscheinlich. Für jüngere Menschen, die von dieser Geschichte wenig später hören und denen fast vor Wut der Kopf platzt ob solcher Dreistigkeit, gehört so ein Geschäftsgebaren in den Bereich der Illegalität. Und zum guten Schluß mal angenommen, so ein Warenhaus würde irgendwann mal Pleite gehen, dann gebe ich offen zu: Ich würde dem nicht eine Träne nachweinen.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Privates
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20:16
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Dienstag, 27. Oktober 2009
Umzug!
Endlich habe ich die Zeit gefunden und mein Blog auf den eigenen Server mit leicht zu merkender Domäne umgezogen. Mal sehen, ob das die Zugriffszahlen deutlich erhöht. 
Mittwoch, 30. September 2009
Empfehlung Nr. 84
Auf Spiegel Online finden sich die 83 (!) Empfehlungen eines Expertengremiums zum Thema Amok (warum eigentlich nicht gleich 95 Thesen?). Ich gebe Empfehlung Nr. 84: Sinnlose Expertengremien einsparen und das Geld in die Prävention und in die Bildung der jungen Generation stecken.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Computerspiele, Gesellschaft, Politik
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22:30
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Freitag, 25. September 2009
Doof + X
Seit einiger Zeit verbreiten manche Piraten (durchaus auch in leitenden Positionen) das Wahlkampfziel 5+X, welches seit vielen Jahren in Variationen eine geflügelte Wortkombination in der deutschen Parteienlandschaft darstellt (18+X, 30+X, 40+X, 50+X usw.). Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie doof ich das finde. Und das hat zwei Gründe, wobei der erste Grund aus der mathematischen Ecke kommt. Die Aussage ist völlig nichtssagend, denn X kann ja auch negativ sein. Klar, daß dies für die Politiker der Altparteien nur eine umgangssprachliche Bedeutung hat, zumal ich annehme, daß den meisten schlicht die entsprechende Bildung zum Verständnis des Problems fehlt oder über die Jahre verloren gegangen ist
. Mich ärgert aber, daß in einer Partei, die gefühlt zu 90% aus Informatikern und Mathematikern besteht, diese blöde Worthülse nun auch benutzt wird
.
Der zweite und viel wichtigere Grund meiner Ablehnung ist, daß ich es schlicht für unverschämt halte, vor einer Wahl ein Ergebnisziel zu definieren. Die Wähler bestimmen das Ergebnis und die Parteien ein Programm. Und dieses Programm sollte eigentlich "Wahlziele" in Form von Maßnahmen oder Forderungen enthalten und keine gewünschten "Machtwerte".
Für die Piraten kommt in diesem Jahr noch ein individueller dritter Grund dazu: Eigentlich wäre jedes Ergebnis über 2% bei dieser Bundestagswahl ein Erfolg, alles über 3% eine Sensation und alles über 5% ein Wunder gewesen. Durch diese hochgesteckten Ziele der Parteiführung besteht die Gefahr, daß die mögliche Enttäuschung der Erwartungen ein an sich gutes Ergebnis überdeckt.
Dann bleibt mir wohl nichts anderes als zu hoffen, daß X positiv wird.
Der zweite und viel wichtigere Grund meiner Ablehnung ist, daß ich es schlicht für unverschämt halte, vor einer Wahl ein Ergebnisziel zu definieren. Die Wähler bestimmen das Ergebnis und die Parteien ein Programm. Und dieses Programm sollte eigentlich "Wahlziele" in Form von Maßnahmen oder Forderungen enthalten und keine gewünschten "Machtwerte".
Für die Piraten kommt in diesem Jahr noch ein individueller dritter Grund dazu: Eigentlich wäre jedes Ergebnis über 2% bei dieser Bundestagswahl ein Erfolg, alles über 3% eine Sensation und alles über 5% ein Wunder gewesen. Durch diese hochgesteckten Ziele der Parteiführung besteht die Gefahr, daß die mögliche Enttäuschung der Erwartungen ein an sich gutes Ergebnis überdeckt.
Dann bleibt mir wohl nichts anderes als zu hoffen, daß X positiv wird.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Informatik, Piraten
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16:53
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Donnerstag, 24. September 2009
Liebe nichtwählende Nerds
Der Bundesvorstand der Piraten hat einen offenen Brief an die Nichtwähler veröffentlicht:
Brief an die Nichtwähler
Das ist ja alles schön und gut, aber ich finde, daß dabei unsere ursprüngliche Herkunft irgendwie nicht so richtig berücksichtigt wird: Das Internet! Deswegen habe ich mir die Freiheit genommen, den Brief ein wenig abzuändern und ihn an die Personen zu adressieren, um die es wirklich geht. Ist natürlich alles mit oben abgesprochen
.
Liebe nichtwählende Nerds,
wir schreiben euch diesen Brief, weil ihr die größte unpolitische Gruppe im Internet seid. Bei der Europawahl habt ihr nicht gewählt, weil ihr parallel dazu bei Dutzenden Online-Umfragen teilnehmen mußtet. Bei der kommenden Bundestagswahl werdet ihr mit Begriffen wie CDU und SPD wieder nichts anfangen können (bitte googeln oder Wikipedia benutzen). Herzlichen Glückwunsch!
Wir können es sehr gut verstehen, dass ihr nicht zur Wahl geht. Auch wir haben 10 Jahre gebraucht, bis wir unseren Hintern vom Schreibtischstuhl hochgekriegt haben. Aber dann haben wir festgestellt, daß wir alle vier Jahre lustige Kreuzchen in der Offline-Welt machen dürfen, die absolut nichts bringen (Wahlen genannt). Es werden uns vor jeder dieser Wahlen mit geiler Auflösung und brilliantem Farbraum die tollsten Artefakte versprochen und dann doch wieder nur durch nutzlose Sachen ersetzt, die nicht mal auf Ebay Absatz finden würden. Wie ein immer wiederkehrender Raid in einer Instanz.
Zwischen diesen Wahlen dürfen wir Bürger nur farmen und campen, um die Gamemaster nicht beim Administrieren zu stören. Die bekommen dafür ja schließlich eine Menge Geld in Form von jährlichen Abogebühren, auch wenn Sie das meiste davon benutzen, um Sachen zu implementieren, die keiner braucht und nur ihnen selbst was bringen.
Natürlich kommt es dabei meistens zum Fail, manchmal sogar zum Epic Fail wie nach dem 11. September 2001 (Suche auch nach World Trade Center möglich). Dann spielen sie Patches ein, die vor allem eure Freiheit im Netz beschneiden, indem Sie eure Chats mitschneiden und eure Computer durch Remotezugriff so richtig langsam machen! Natürlich wollen Sie dabei keinen Überwachungsstaat á la George Orwell (bitte vergessen, der ist so was von 1984) errichten oder eine zweite STASI aufbauen (siehe auch DDR).
Liebe Nerds, wir verstehen es, wenn ihr diesmal wieder nicht zur Wahl geht. Das haben wir ja auch jahrelang getan. Aber wer nicht wählt, dessen Stimme versandet einfach so im NIL. Wollt ihr das wirklich? Die gute Nachricht: Bei dieser Wahl habt ihr eine Alternative – die Piraten. Wir nennen uns so, damit ihr möglichst geile Assoziationen zu Pirates of the Carribean oder Sid Meiers Pirates herstellt und uns deswegen Mega-Cool findet! Wir versprechen euch außerdem, daß wir nie etwas versprechen werden, was ihr nicht verstehen werdet.
Unser Programm ist absichtlich so schlank gehalten, damit auch ihr es begreift:
• Kopieren und Rippen bis der Arzt kommt
• Keine Kontrolle eurer Zugangsdaten, damit keine Abmahnung kommen kann
• Web 2.0 nun auch offline
• Für freien Zugang zu Comic-Kultur und Erwachsenen-Bildung
Für diese Ziele werden wir kämpfen. Einen Gemischtwarenladen aus leeren Versprechungen wie insolvente oder betrügerische Onlinehändler bieten wir bewusst nicht an.
Dienstwagen und Pensionen aus der Staatskasse interessieren uns nicht. Uns langt eine funktionierende Kaffeemaschine und ein offenes WLAN. Wir gehen nur deswegen in die Politik, weil wir es uns nicht mehr leisten können, sie Menschen zu überlassen, die nicht wissen wie Twitter funktioniert. Die Offliner werden natürlich versuchen, uns genauso zu bearbeiten wie die Altparteien. Doch wir sind Piraten – wir sind unbestechlich (außer sie kommen mit Frauen).
Liebe Nichtwähler, ihr habt es in der Hand, etwas in der Netzwelt noch nie Dagewesenes zu schaffen. Wenn ihr bei dieser Wahl ausnahmsweise mal nicht mit der Gilde chattet, sondern die Piratenpartei wählt, wird ein Ping (mit FastPath!) durch dieses Land gehen.
Ladet uns einfach mal unverbindlich auf euren Wahlzettel. Ihr könnt uns 4 Jahre lang frei nutzen, dann könnt ihr euch entscheiden: Ihr nutzt uns kostenpflichtig weiter oder löscht uns von der Festplatte (bitte Lizenzbedingungen wie Wahlprogramm oder Satzung beachten). Gebt uns dieses Mal euer Vote und wir werden euch nicht enttäuschen!
Wir sehen uns am 27. September in der Wahlkabine (so eine Art Chat-Room für einen allein)!
Eure Piraten
Brief an die Nichtwähler
Das ist ja alles schön und gut, aber ich finde, daß dabei unsere ursprüngliche Herkunft irgendwie nicht so richtig berücksichtigt wird: Das Internet! Deswegen habe ich mir die Freiheit genommen, den Brief ein wenig abzuändern und ihn an die Personen zu adressieren, um die es wirklich geht. Ist natürlich alles mit oben abgesprochen
Liebe nichtwählende Nerds,
wir schreiben euch diesen Brief, weil ihr die größte unpolitische Gruppe im Internet seid. Bei der Europawahl habt ihr nicht gewählt, weil ihr parallel dazu bei Dutzenden Online-Umfragen teilnehmen mußtet. Bei der kommenden Bundestagswahl werdet ihr mit Begriffen wie CDU und SPD wieder nichts anfangen können (bitte googeln oder Wikipedia benutzen). Herzlichen Glückwunsch!
Wir können es sehr gut verstehen, dass ihr nicht zur Wahl geht. Auch wir haben 10 Jahre gebraucht, bis wir unseren Hintern vom Schreibtischstuhl hochgekriegt haben. Aber dann haben wir festgestellt, daß wir alle vier Jahre lustige Kreuzchen in der Offline-Welt machen dürfen, die absolut nichts bringen (Wahlen genannt). Es werden uns vor jeder dieser Wahlen mit geiler Auflösung und brilliantem Farbraum die tollsten Artefakte versprochen und dann doch wieder nur durch nutzlose Sachen ersetzt, die nicht mal auf Ebay Absatz finden würden. Wie ein immer wiederkehrender Raid in einer Instanz.
Zwischen diesen Wahlen dürfen wir Bürger nur farmen und campen, um die Gamemaster nicht beim Administrieren zu stören. Die bekommen dafür ja schließlich eine Menge Geld in Form von jährlichen Abogebühren, auch wenn Sie das meiste davon benutzen, um Sachen zu implementieren, die keiner braucht und nur ihnen selbst was bringen.
Natürlich kommt es dabei meistens zum Fail, manchmal sogar zum Epic Fail wie nach dem 11. September 2001 (Suche auch nach World Trade Center möglich). Dann spielen sie Patches ein, die vor allem eure Freiheit im Netz beschneiden, indem Sie eure Chats mitschneiden und eure Computer durch Remotezugriff so richtig langsam machen! Natürlich wollen Sie dabei keinen Überwachungsstaat á la George Orwell (bitte vergessen, der ist so was von 1984) errichten oder eine zweite STASI aufbauen (siehe auch DDR).
Liebe Nerds, wir verstehen es, wenn ihr diesmal wieder nicht zur Wahl geht. Das haben wir ja auch jahrelang getan. Aber wer nicht wählt, dessen Stimme versandet einfach so im NIL. Wollt ihr das wirklich? Die gute Nachricht: Bei dieser Wahl habt ihr eine Alternative – die Piraten. Wir nennen uns so, damit ihr möglichst geile Assoziationen zu Pirates of the Carribean oder Sid Meiers Pirates herstellt und uns deswegen Mega-Cool findet! Wir versprechen euch außerdem, daß wir nie etwas versprechen werden, was ihr nicht verstehen werdet.
Unser Programm ist absichtlich so schlank gehalten, damit auch ihr es begreift:
• Kopieren und Rippen bis der Arzt kommt
• Keine Kontrolle eurer Zugangsdaten, damit keine Abmahnung kommen kann
• Web 2.0 nun auch offline
• Für freien Zugang zu Comic-Kultur und Erwachsenen-Bildung
Für diese Ziele werden wir kämpfen. Einen Gemischtwarenladen aus leeren Versprechungen wie insolvente oder betrügerische Onlinehändler bieten wir bewusst nicht an.
Dienstwagen und Pensionen aus der Staatskasse interessieren uns nicht. Uns langt eine funktionierende Kaffeemaschine und ein offenes WLAN. Wir gehen nur deswegen in die Politik, weil wir es uns nicht mehr leisten können, sie Menschen zu überlassen, die nicht wissen wie Twitter funktioniert. Die Offliner werden natürlich versuchen, uns genauso zu bearbeiten wie die Altparteien. Doch wir sind Piraten – wir sind unbestechlich (außer sie kommen mit Frauen).
Liebe Nichtwähler, ihr habt es in der Hand, etwas in der Netzwelt noch nie Dagewesenes zu schaffen. Wenn ihr bei dieser Wahl ausnahmsweise mal nicht mit der Gilde chattet, sondern die Piratenpartei wählt, wird ein Ping (mit FastPath!) durch dieses Land gehen.
Ladet uns einfach mal unverbindlich auf euren Wahlzettel. Ihr könnt uns 4 Jahre lang frei nutzen, dann könnt ihr euch entscheiden: Ihr nutzt uns kostenpflichtig weiter oder löscht uns von der Festplatte (bitte Lizenzbedingungen wie Wahlprogramm oder Satzung beachten). Gebt uns dieses Mal euer Vote und wir werden euch nicht enttäuschen!
Wir sehen uns am 27. September in der Wahlkabine (so eine Art Chat-Room für einen allein)!
Eure Piraten
Pirate!
Ahoi,
seit langem habe ich das Bloggen sein gelassen, einerseits aus Protest wegen der Vorratsdatenspeicherung und Netzgängelung, andererseits aus persönlichen Gründen und akutem Zeitmangel. Doch was ich schon lange machen wollte (siehe einige der älteren Einträge), habe ich nun durchgezogen: Ich bin seit knapp einem Monat Mitglied der Piratenpartei! Es muß etwas geschehen in Deutschland und Europe, um den Abbau der Bürgerrechte zu stoppen und wir Piraten sind da derzeit die einzige Möglichkeit wie es scheint.
Ich werde also das Bloggen wieder aufnehmen und uns Piraten durchaus kritisch begleiten. Ich hoffe, daß es mit der gelebten Meinungsfreiheit innerhalb der Piraten wirklich so bleibt, wie ich es bisher erfahren durfte. Über Kommentare und Anregungen (auch zu alten Einträgen!) würde ich mich sehr freuen, kann aber auch ohne leben
(Seite 1 von 4, insgesamt 39 Einträge)
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