Liebe Mitpiraten, nach der überraschend erfolgreichen Berlinwahl war doch klar, dass nun neben dem vielen Lob aus allen Ecken Störgeräusche kommen. Es war klar, dass die anderen Parteien ihre Lobbytruppen und Lohnschreiber aktivieren, um uns zu diskreditieren. Es war auch klar, dass die innerparteilichen Differenzen verstärkt nach außen dringen werden und dass es auf einmal viele freundlich gesinnte Organisationen gibt, die irgendwas von uns wollen.
Deswegen empfehle ich euch allen: Empört euch bitte nicht!
Empört euch nicht über Faxe und vor allem empört euch nicht über diejenigen, die sich über Faxe empören.
Empört euch nicht über Christopher Lauer, denn in ein Parlament gehören auf jeden Fall Piraten so wie er.
Empört euch nicht über die Zeitungen der Springer-Presse, die uns mal hochjubeln und dann wieder komisch darstellen.
Empört euch nicht über Julia Schramm, denn ihre Meinung ist genauso wertvoll wie jede andere.
Empört euch nicht über diejenigen, die eine Genderdiskussion führen, aber empört euch auch nicht über die, die sich über die Genderdiskussion empören.
Empört euch nicht über Verlage, die unser Programm abdrucken wollen, aber die CC-Lizenz nicht dazuschreiben oder über CNN, die ihre Beiträge bei YouTube kopieren.
Empört euch nicht über Provinzzeitungen, die Unsinn abschreiben oder Blogs, die uns kritisieren.
Empört euch nicht über Spender an die Piraten, aber empört euch auch nicht über die, die solche Spenden kritisieren.
Empört euch nicht über die F.D.P., sonst ist sie nämlich bald wieder da.
Und bitte, bitte, bitte, empört euch nicht über eure Mitmenschen, sie werden es euch – irgendwann – danken.
So. Und damit höre ich jetzt auf, mich zu empören. Habt Spaß beim Ignorieren meiner Bitte
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