Da haben wir zuerst Pathfinder, einen kruden Indianer-meets-Wikinger-Action-Brutalo-Metzel-Film. Zugegeben, ich hab ihn mir nicht ganz angesehen, da er bereits nach ca. 15 Minuten unerträglich war. Da leben also so ein paar Indianer friedlich vor sich hin, bis eine ältere Frau "zufällig" (!) auf ein verlassenes Wikingerschiff trifft, inklusive totem schwarzen Sklaven (!!) und einem zurückgelassenen Wikingerjungen. Dieser wird sogleich im Stamm aufgenommen, nachdem die Frau in der Versammlung der Männer (!!!) eine flammende Rede zu seinen Gunsten halten durfte. Die Story wird aufgelockert durch nette Einfälle wie den im Stamm lebenden Haushund (!!!!) sowie sporadisch auftauchende Geisterpferde (!!!!!), alles sehr typisch für nordamerikanische Indianer des 9. Jahrhunderts. Dann endlich dürfen die Wikinger, mordende und grunzende Wilde mit gepanzerten Pferden (!!!!!!), den Indianerstamm aufmischen. Eine der lustigsten Szenen des Films, geht der Held doch zusammen mit einem jungen Mädchen mit dem Versprechen auf sie aufzupassen in den Wald, trennt sich von ihr, sie wird überfallen, rennt zurück zum Dorf, Wikinger folgen ihr, metzeln das Dorf nieder, Held hört Wikingerhorn, rennt los und... sieht aus einer Entfernung von mehreren Meilen über eine riesige Bucht hinweg das brennende Dorf (!!!!!!!). Wer so einen Schwachsinn in ein Drehbuch schreibt, gehört im Wikingerschiff über den Atlantik geschippert. Anschließend beginnt der Rachefeldzug des Helden mit all den dazugehörenden Klischees. Fragt sich nur, wieso die ihrem Land so angepaßten Indianer weder die in Ketten gepanzerten Wikinger anschleichen hören (!!!!!!!!) noch in der Lage sind mit so ein paar Idioten fertigzuwerden. Ob es realistisch ist, daß Wikinger nach monatelanger Überfahrt in einer Nußschale nur an Rauben, Morden und Vergewaltigen denken, sei dahingestellt. Übrig bleiben Folterszenen und abgetrennte Körperteile in Hülle und Fülle sowie die Erkenntnis, daß Nordamerika zu dieser Zeit nur aus Graustufen bestand. Grausam! Und damit meine ich nicht nur die entsprechenden Szenen, sondern den ganzen Film.
In die Kette schlechter Filme reiht sich nahtlos Spiderman 3 ein, was besonders schade ist, da die ersten beiden Teile noch einen gewissen Unterhaltungswert besaßen. Im hoffentlich letzten Teil (leider nicht zu erwarten) sind der Peinlichkeit keine Grenzen mehr gesetzt. Nichts ist den Drehbuchautoren zu schade gewesen: Amnesie des kleinen Kobolds, peinliche Vierecksbeziehungen und eine Häufung von Gegnern, die man so noch in keinem Spiderman gesehen hat. Ein eigentlich cooler Böse wie Venom wird kaum vorgestellt, landet halt zufällig (!!... ach egal) eines Nachts direkt neben Spiderman und übernimmt ihn kurzzeitig. Der nun coole Peter Parker swingt wie Elvis in den 50ern durch die Stadt (unglaubliche Szenen!) und wird dabei weder wegen Peinlichkeit ausgelacht noch wegen Wahnsinn eingewiesen. Zwischendurch darf dann sein Freund Harry sein Gedächtnis nach einem Schluck Alkohol wiederfinden, Spiderman wieder hassen und ihm am Ende doch helfen und dabei sterben. Bis auf die gelungenen Effekte des Sandmanns ist der ganze Film entweder langatmig oder unlogisch oder peinlich. Bitte, bitte, Hollywood! Hört auf, so einen Mist zu produzieren, sonst muß ich mir womöglich in Zukunft noch deutsche Filme mit Til Schweiger und Axel Stein anschauen, um etwas Niveau zu erleben



