Der etwas andere Wochenrückblick
Diesmal mit Kurzzusammenfassung vor dem Link, damit niemand gezwungen ist, irrelevante Meldungen auf verhassten "News"-Seiten anzusurfen. Dieser Service wird Ihnen präsentiert von... mir! Diese Woche war es irgendwie ruhig, vermutlich weil alle verfügbare Irrelevanz von einem Thema aufgesogen wurde, weiter unter mehr...
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Statistik: Trotz Krise - Mehr Deutsche machen sich selbständig
Trotz? Wegen!
In Zeiten, in denen Scheinselbständigkeit gefördert und teure Programme für Arbeitslose aufgelegt werden, die zu nicht lange lebensfähigen "Firmen" führen, gibt es wegen der Krise mehr Selbständige. Aber zum Schönreden waren Statistiken ja schon immer da...
Krise des Verlagswesen: Times und Sunday Times werden kostenpflichtig
Ja, das wird sicher helfen!
Die nächstem Eskalationsstufen: Spiegel Online schimpft bereits über die bösen Raubleser, dann fordern die Verleger eine monatliche Nutzungsabgabe für jeden Menschen, der ein potentielles Empfangsgerät (Auge) bereithält und nach ein paar Geldkoffern bzw. aufgedeckten Politikerskandalen ist auf einmal ein politischer Wille da.
Politik: Obama fordert von Karzai Kampf gegen Korruption
Greif mal nem nackten Mann in die Tasche
Karzai fordert von Obama Kampf gegen Terror. EU fordert von Griechenland mehr Gelddisziplin. Öffentlichkeit fordert von der Kirche volle Aufklärung... Aber vielleicht ist der Obama doch ein versteckter Pirat. Als versteckter Weltretter und versteckter Kommunist ist er ja inzwischen gescheitert, aber da könnte noch was gehen.
Thema der Woche: Kachelmann - wie ist er wirklich?
Der Mensch hinter dem Monster. Oder war es umgekehrt?
Bitte nicht falsch verstehen. Eine Vergewaltigung oder Gewalt in einer Beziehung sind keineswegs irrelevant. Aber wie bestimmte Medien mit Meldungen wie "Wer ist Kachelmann?", "Das geheime Liebesleben des Wettermanns", "Softie oder Macho?" und "Person X spricht: Ich weiß auch nichts" mit dem Thema umgehen, das ist an Ekelhaftigkeit kaum noch zu überbieten. Aber sie bedienen damit offenbar nur das "Dem sieht man's schon an"- und "Ich hab's schon immer gewußt"-Publikum.
Montag, 29. März 2010
Irrelevanz der Woche 2010/12
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Fernsehen, Gesellschaft, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
um
00:33
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Montag, 22. März 2010
Die gelähmte Partei
Die Piratenpartei wirkt auf mich in den letzten Wochen wie gelähmt. Ein kaum noch handlungsfähiger Bundesvorstand und allenthalben ebenso überforderte Landesvorstände sowie eine passive Basis zeigen uns in einem desolaten Zustand. Natürlich ist nicht alles so schlimm, wie es auf den ersten Blick scheinen mag und andere Parteien hatten auch ihre Krisen oder stecken seit Jahren in einer wie z.B. die SPD. Doch sollte die Krise der Anderen keine Entschuldigung sein, nicht wenigstens nach den Ursachen zu forschen.
Wieso funktioniert das alles nicht mehr so wie vor der Bundestagswahl? Es gibt viele Faktoren, einer davon ist ein gewisses Ruhebedürfnis der aktiven Wahlkämpfer, ein anderer die zumindest zum Teil gestoppten oder aufgeschobenen Regierungsvorhaben der letzten Jahre. Doch die wichtigsten Ursachen liegen intern begraben. Die Mitglieder der Piratenpartei haben zum Großteil noch nicht begriffen, daß sie nun eben einer Partei angehören. Wer das Ganze als Bürgerbewegung gesehen hat, sollte sich fragen, wozu denn überhaupt eine Parteigründung notwendig gewesen ist. "Piraten" hat es auch schon vor der Piratenpartei gegeben und es wird sie auch nach ihr geben, nämlich Menschen, die sich für Bürgerrechte, Freiheit, Demokratie und Transparenz einsetzen. Organisationen wie die Humanistische Union, FoeBuD oder der AK Vorrat sowie Einzelpersonen wie Franziska Heine, Bettina Winsemann oder Altpolitiker der FDP wie Gerhart Baum zeigen, daß die grundlegende Idee nicht auf eine Partei beschränkt sein muß, ja es nicht mal sein darf!
Die Piratenpartei sollte der politische Arm dieser (Nicht-Nur-)Internetbewegung sein bzw. werden. So wie die SPD Hand in Hand mit den Gewerkschaften groß wurde (und jetzt ohne sie auf einmal wieder klein) oder die Grünen mit Umweltbewegungen, so könnten die Piraten das Sprachrohr einer ganzen Generation werden. Doch dazu müßten wir überhaupt erst einmal begreifen, daß die Partei nun auf einmal nicht alles selbst machen muß, sondern es eben wie bisher machen lassen sollte. Der Bewegung entgleitet die Jeder-Macht-Was-Idee, weil diese Ideen offenbar gerade in Strukturen und Hierarchien gegossen werden. Dies stößt einen Teil der Bewegung ab und lähmt den Rest wegen chronischer Überlastung.
Fast alle aktiven Piraten sind inzwischen in den Vorständen gebunden, die sich bis auf Kreisebene runter gegründet haben. Da Mehrfachämter ausgeschlossen sind (an sich eine gute Idee) dürfen sogar die laut Satzungen notwendigen Rechnungsprüfer keine anderen Ämter mehr bekleiden. Damit werden pro Vorstand zwischen 5 und 10 Leute in Ämter gebunden und ersticken an Organisationsdefiziten, die sich erst durch die zahlreichen Gründungen ergeben. Politsche Arbeit findet nicht mehr statt, sie kann es schlicht nicht mehr, denn die Vorstände sind rastlos und wähnen sich von der Basis getrieben (teilweise zu Recht), sind aber gleichzeitig mutlos und ängstlich.
Dazu haben sie allen Grund, denn jede verkehrte Äußerung, jede dumme Aktion (die zwangsläufig geschehen muß bei Politikamateuren) wird hochgekocht und netz-piratig-nerdig zum Flamewar ausgebaut. Natürlich hat der Fall Aaron König dabei eine Rolle gespielt, da er jedem Vorstand vorgeführt hat, was passieren könnte, wenn einmal ein mißverständliches Wort fallen sollte. Müßig zu erwähnen - aber das habe ich bereits in einem anderen Beitrag geschrieben - daß der Fall König etwas mehr als ein Mißverständnis war. Trotzdem sind die teilweise abstrusen Vorwürfe nicht immer gerechtfertigt gewesen, aber sie sind in den Köpfen hängengeblieben. Aus diesem Grund verwalten die Vorstände ihre Kreise und Länder und verlieren sich in Aktionismus und Aufrufen.
Was fehlt sind Visionen. Es sollte nicht darum gehen, anderen Menschen nachzulaufen, aber ein gewählter Vorstand sollte doch sowohl die Kompetenz als auch das Vertrauen haben, auch mal öffentlichkeitswirksam für die Piraten zu werben und über das aktuelle Parteiprogramm hinauszuschauen. Derzeit stellen die meisten Vorstände ihre vorherige Arbeit ein und gehen damit als "aktive" Piraten verloren. Es ist kein Wunder, daß sich nur noch wenig bewegt, denn eines sollte uns allen klar sein: Auch bei den Piraten ist der Löwenanteil der Mitglieder eher passiv.
Wie kann sich das ändern? Indem die Piratenpartei endlich den Ball wieder der Bewegung zuspielt. Laßt die Leute machen und planen und demonstrieren und laßt sie uns dabei unterstützen. Bei jeder Verfassungsbeschwerde ein Rundbrief (eher eine Rundmail) an alle mit der Bitte um Unterstützung oder Spenden. Ein aktives Bewerben sinnvoller Aktionen und Organisationen auf Webseiten oder in Presseerklärungen. Überhaupt mehr Öffentlichkeit herstellen wäre die Devise. Die Piratenpartei ist auch mit 2 bis 5% der Wählerstimmen ein politisches Gewicht. Wir hatten fast eine Million Wähler, das kann man nicht ignorieren, das kann keine Partei in Deutschland ignorieren! Piratenvorstände sollten sich bemühen, in Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder sogar Talkshows zu gelangen und sich dort ordentlich zu präsentieren (jedem Recht machen kann man es sowieso nicht, irgendwer findet immer irgendjemanden peinlich).
Die Partei braucht interne aber auch externe Experten, die endlich den viel geforderten Anspruch nach Wissenschaftlichkeit, Belegbarkeit und Integrität in das politische Programm hineinbringen. Nicht eine der offiziellen Positionen ist bis zum heutigen Tag wirklich ausgearbeitet worden, wird es versucht, wird es von einigen wenigen totgeschrien. Bitte nicht falsch verstehen: Dies ist keine Abkehr von der Basisdemokratie, denn das Recht, über alles unvoreingenommen und kritisch abzustimmen, ist das wichtigste Gut. Derzeit kommt es aber nicht mal zur Abstimmung, weil unter dem Deckmantel des Konsens gar kein Entwurf über das Entwurfsstadium hinauskommt.
Der Versuch, die Internetgemeinde zu vereinnahmen, ist gescheitert. Laßt sie uns als Partner begrüßen und unterstützen, dann wird sich auch neuer Schwung im politischen Getriebe der Partei einstellen. Geben wir den Menschen in der Partei die Chance, sich zu zeigen und nicht hinter Strukturen zu verstecken. Laßt uns rumspinnen und Visionen entwickeln, wegschmeißen kann man es immer noch. Und bitte laßt euch nicht von den anderen Parteien einlullen. Da ändert sich nichts, aber wir können was ändern.
Und nun frei nach Heise: Macht mich rot!
Wieso funktioniert das alles nicht mehr so wie vor der Bundestagswahl? Es gibt viele Faktoren, einer davon ist ein gewisses Ruhebedürfnis der aktiven Wahlkämpfer, ein anderer die zumindest zum Teil gestoppten oder aufgeschobenen Regierungsvorhaben der letzten Jahre. Doch die wichtigsten Ursachen liegen intern begraben. Die Mitglieder der Piratenpartei haben zum Großteil noch nicht begriffen, daß sie nun eben einer Partei angehören. Wer das Ganze als Bürgerbewegung gesehen hat, sollte sich fragen, wozu denn überhaupt eine Parteigründung notwendig gewesen ist. "Piraten" hat es auch schon vor der Piratenpartei gegeben und es wird sie auch nach ihr geben, nämlich Menschen, die sich für Bürgerrechte, Freiheit, Demokratie und Transparenz einsetzen. Organisationen wie die Humanistische Union, FoeBuD oder der AK Vorrat sowie Einzelpersonen wie Franziska Heine, Bettina Winsemann oder Altpolitiker der FDP wie Gerhart Baum zeigen, daß die grundlegende Idee nicht auf eine Partei beschränkt sein muß, ja es nicht mal sein darf!
Die Piratenpartei sollte der politische Arm dieser (Nicht-Nur-)Internetbewegung sein bzw. werden. So wie die SPD Hand in Hand mit den Gewerkschaften groß wurde (und jetzt ohne sie auf einmal wieder klein) oder die Grünen mit Umweltbewegungen, so könnten die Piraten das Sprachrohr einer ganzen Generation werden. Doch dazu müßten wir überhaupt erst einmal begreifen, daß die Partei nun auf einmal nicht alles selbst machen muß, sondern es eben wie bisher machen lassen sollte. Der Bewegung entgleitet die Jeder-Macht-Was-Idee, weil diese Ideen offenbar gerade in Strukturen und Hierarchien gegossen werden. Dies stößt einen Teil der Bewegung ab und lähmt den Rest wegen chronischer Überlastung.
Fast alle aktiven Piraten sind inzwischen in den Vorständen gebunden, die sich bis auf Kreisebene runter gegründet haben. Da Mehrfachämter ausgeschlossen sind (an sich eine gute Idee) dürfen sogar die laut Satzungen notwendigen Rechnungsprüfer keine anderen Ämter mehr bekleiden. Damit werden pro Vorstand zwischen 5 und 10 Leute in Ämter gebunden und ersticken an Organisationsdefiziten, die sich erst durch die zahlreichen Gründungen ergeben. Politsche Arbeit findet nicht mehr statt, sie kann es schlicht nicht mehr, denn die Vorstände sind rastlos und wähnen sich von der Basis getrieben (teilweise zu Recht), sind aber gleichzeitig mutlos und ängstlich.
Dazu haben sie allen Grund, denn jede verkehrte Äußerung, jede dumme Aktion (die zwangsläufig geschehen muß bei Politikamateuren) wird hochgekocht und netz-piratig-nerdig zum Flamewar ausgebaut. Natürlich hat der Fall Aaron König dabei eine Rolle gespielt, da er jedem Vorstand vorgeführt hat, was passieren könnte, wenn einmal ein mißverständliches Wort fallen sollte. Müßig zu erwähnen - aber das habe ich bereits in einem anderen Beitrag geschrieben - daß der Fall König etwas mehr als ein Mißverständnis war. Trotzdem sind die teilweise abstrusen Vorwürfe nicht immer gerechtfertigt gewesen, aber sie sind in den Köpfen hängengeblieben. Aus diesem Grund verwalten die Vorstände ihre Kreise und Länder und verlieren sich in Aktionismus und Aufrufen.
Was fehlt sind Visionen. Es sollte nicht darum gehen, anderen Menschen nachzulaufen, aber ein gewählter Vorstand sollte doch sowohl die Kompetenz als auch das Vertrauen haben, auch mal öffentlichkeitswirksam für die Piraten zu werben und über das aktuelle Parteiprogramm hinauszuschauen. Derzeit stellen die meisten Vorstände ihre vorherige Arbeit ein und gehen damit als "aktive" Piraten verloren. Es ist kein Wunder, daß sich nur noch wenig bewegt, denn eines sollte uns allen klar sein: Auch bei den Piraten ist der Löwenanteil der Mitglieder eher passiv.
Wie kann sich das ändern? Indem die Piratenpartei endlich den Ball wieder der Bewegung zuspielt. Laßt die Leute machen und planen und demonstrieren und laßt sie uns dabei unterstützen. Bei jeder Verfassungsbeschwerde ein Rundbrief (eher eine Rundmail) an alle mit der Bitte um Unterstützung oder Spenden. Ein aktives Bewerben sinnvoller Aktionen und Organisationen auf Webseiten oder in Presseerklärungen. Überhaupt mehr Öffentlichkeit herstellen wäre die Devise. Die Piratenpartei ist auch mit 2 bis 5% der Wählerstimmen ein politisches Gewicht. Wir hatten fast eine Million Wähler, das kann man nicht ignorieren, das kann keine Partei in Deutschland ignorieren! Piratenvorstände sollten sich bemühen, in Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder sogar Talkshows zu gelangen und sich dort ordentlich zu präsentieren (jedem Recht machen kann man es sowieso nicht, irgendwer findet immer irgendjemanden peinlich).
Die Partei braucht interne aber auch externe Experten, die endlich den viel geforderten Anspruch nach Wissenschaftlichkeit, Belegbarkeit und Integrität in das politische Programm hineinbringen. Nicht eine der offiziellen Positionen ist bis zum heutigen Tag wirklich ausgearbeitet worden, wird es versucht, wird es von einigen wenigen totgeschrien. Bitte nicht falsch verstehen: Dies ist keine Abkehr von der Basisdemokratie, denn das Recht, über alles unvoreingenommen und kritisch abzustimmen, ist das wichtigste Gut. Derzeit kommt es aber nicht mal zur Abstimmung, weil unter dem Deckmantel des Konsens gar kein Entwurf über das Entwurfsstadium hinauskommt.
Der Versuch, die Internetgemeinde zu vereinnahmen, ist gescheitert. Laßt sie uns als Partner begrüßen und unterstützen, dann wird sich auch neuer Schwung im politischen Getriebe der Partei einstellen. Geben wir den Menschen in der Partei die Chance, sich zu zeigen und nicht hinter Strukturen zu verstecken. Laßt uns rumspinnen und Visionen entwickeln, wegschmeißen kann man es immer noch. Und bitte laßt euch nicht von den anderen Parteien einlullen. Da ändert sich nichts, aber wir können was ändern.
Und nun frei nach Heise: Macht mich rot!
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Medien, Piraten, Politik
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22:26
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Irrelevanz der Woche 2010/11
Der etwas andere Wochenrückblick
Zwar nicht mehr ganz Sonntag, aber für mich endet der "Tag" erst mit der nächtlichen Bettruhe
Ich wurde gefragt, warum ich denn fast nur Meldungen von Heise oder Spiegel Online zitiere. Das liegt daran, daß irrelevante Nachrichten unverändert in allen Medien auftauchen. Selbstverständlich könnte ich auch auf Focus Online (Spiegel-Klon), FAZ, Rundschau, das Handelsblatt oder sogar Bild Online verweisen. Es würde nichts, aber auch gar nichts an der Sinnlosigkeit der Nachrichten ändern. Erschreckend, wenn man mal länger darüber nachdenkt, nicht wahr?
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
...von hinten durchs Knie ins Auge
Diese Politiker können noch so viele Twitter-Accounts und Webseiten haben, ein runder Tisch bestehend aus Politikern und Journalisten dient vor allem der Ausgrenzung derjenigen, die das Netz ausmachen. Laßt euch nicht blenden, es wird alles noch viel schlimmer werden!
Fernsehen böser als alle anderen
Schlimm genug, daß es derartige Meinungsmacher gibt und auch weiterhin geben wird. Was die Meldung jedoch völlig irrelevant macht, ist die völlige Abwesenheit von Vergleichszahlen. Aber die methodisch saubere Veröffentlichung von Statistiken ist nicht so die Sache der Presse...
Soziale und menschliche Gesellschaft wohl auch kaum
Die nächste Studie voller Buzzwords und heißer Luft. Der klassische Nerd ist also männlich, 40, gut verdienend und unverheiratet. Selten so etwas Schwachsinniges gelesen!
Stellen Sie sich einfach vor, sie hätten das Geld anderer Leute verspielt...
Sollte ja nicht zu schwer fallen. Stellt sich nur die Frage, wieso die Konservativen immer noch als wirtschafts- und finanzkompetent in diesem Land gelten. Unfaßbar.
Zwar nicht mehr ganz Sonntag, aber für mich endet der "Tag" erst mit der nächtlichen Bettruhe
Ich wurde gefragt, warum ich denn fast nur Meldungen von Heise oder Spiegel Online zitiere. Das liegt daran, daß irrelevante Nachrichten unverändert in allen Medien auftauchen. Selbstverständlich könnte ich auch auf Focus Online (Spiegel-Klon), FAZ, Rundschau, das Handelsblatt oder sogar Bild Online verweisen. Es würde nichts, aber auch gar nichts an der Sinnlosigkeit der Nachrichten ändern. Erschreckend, wenn man mal länger darüber nachdenkt, nicht wahr?
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
...von hinten durchs Knie ins Auge
Diese Politiker können noch so viele Twitter-Accounts und Webseiten haben, ein runder Tisch bestehend aus Politikern und Journalisten dient vor allem der Ausgrenzung derjenigen, die das Netz ausmachen. Laßt euch nicht blenden, es wird alles noch viel schlimmer werden!
Fernsehen böser als alle anderen
Schlimm genug, daß es derartige Meinungsmacher gibt und auch weiterhin geben wird. Was die Meldung jedoch völlig irrelevant macht, ist die völlige Abwesenheit von Vergleichszahlen. Aber die methodisch saubere Veröffentlichung von Statistiken ist nicht so die Sache der Presse...
Soziale und menschliche Gesellschaft wohl auch kaum
Die nächste Studie voller Buzzwords und heißer Luft. Der klassische Nerd ist also männlich, 40, gut verdienend und unverheiratet. Selten so etwas Schwachsinniges gelesen!
Stellen Sie sich einfach vor, sie hätten das Geld anderer Leute verspielt...
Sollte ja nicht zu schwer fallen. Stellt sich nur die Frage, wieso die Konservativen immer noch als wirtschafts- und finanzkompetent in diesem Land gelten. Unfaßbar.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
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00:40
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Montag, 15. März 2010
The lost Simbel
Endlich habe ich mal wieder etwas Zeit gefunden, um zu lesen. Und wenn die Gelegenheit dazu hauptsächlich bei der Bahnfahrt besteht, fängt man nicht unbedingt mit den Buddenbrooks oder Faust an, sondern mit seichter Unterhaltung. Aber bitte nicht falsch verstehen! Jede Literatur, die mich unterhält, ist gute Literatur und selbst in noch so schlechten Romanen kann sich wenigstens eine gute Idee verstecken (und als Rollenspieler werden gute Ideen gerne aufgenommen).
Es bot sich somit der Meister des Trivialen an: Dan Brown mit "The lost symbol", der nächsten Schnitzeljagd nach Illuminati (Angels and Demons) und Sakrileg (Da Vinci Code). Zum dritten mal schickt der Autor seinen Lieblingsprotagonisten Robert Langdon auf die Suche nach spiritueller Erleuchtung, diesmal jedoch - im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden - nicht in Europa, sondern in seinem Heimatland, den vereinigten Staaten von Amerika. Vermutlich haben Browns Verleger gemault, daß er "immer in Europa unterwegs sei" und ob er nicht mal was zu "God's own country" schreiben könne. So nach dem Motto: Auch wir haben eine Geschichte. Stimmt, nur ist sie bei weitem nicht so interessant wie die europäische, was jedoch - zugegebenermaßen - auch daran liegen könnte, daß ich als Europäer wenig darüber weiß und noch weniger damit anfangen kann.
Also werden nun sämtliche Wahrzeichen Washingtons nach Rätseln und Symbolen abgeklappert, um den entscheidenden Hinweis auf die nächste Etappe der Reise zu finden. Dazu gibt es den üblichen bösartigen Gegenspieler und irgendeine dritte Partei, die mal gut und dann wieder böse zu sein scheint. So weit, so Illuminati. Brown bedient sich sämtlicher Verschwörungstheorien aus Wikipedia, bringt die neuesten esoterischen Weisheiten ein (gefühlt 20 Jahre alt...) und bietet am Schluß eine Lösung, die den geneigten Star-Wars-Kenner um den Restverstand bringen dürfte. Leider endet das Buch nicht mit dem "Clou", sondern zieht sich danach noch ewig (gefühlt!) in die Länge, ohne die wenigstens vorhandene Dynamik des Anfangs beizubehalten.
Ich habe mir - weil ich den Stil der Vorgänger etwas simpel fand - dieses Machwerk auf englisch angetan, in der Hoffnung, es sei im Original etwas herausfordernder. Leider ist dem nicht so. Brown schreibt wie ein mittelmäßiger Abiturient, voller Klischees und farbiger Metaphern. Von den ca. sieben bis acht Merkmalen, die einen guten Schriftsteller (bzw. ein gutes Buch) ausmachen, erfüllt er gerade mal eins: Er schreibt spannend. Wenn halt auch nur bis zum Höhepunkt des Romans. Danach fragt man sich mit jeder weiteren Seite, wieso man Geld und Zeit investiert hat, wenn sogar das Starren aus der fahrenden S-Bahn mehr Abwechslung verspricht als weiterzulesen.
Dazu kommt, daß die Aufteilung des Romans in über 130 Kapitel (teilweise eins pro Seite!) schon verrät, wohin die Reise geht: Nämlich nach Hollywood. Es handelt sich genau genommen um ein überlanges Drehbuch, welches als Blaupause für den kommenden Blockbuster dienen kann. Das wäre vielleicht gar nicht so verkehrt, denn Browns Bücher gewinnen, wenn sie für die Leinwand adaptiert werden, gewaltig an Qualität. Die visuelle Bildgewalt der ausgewählten Schauplätze und der vorhandene Spannungsbogen bieten sich für eine filmische Umsetzung geradezu an. In Zukunft werde ich das beachten und Browns Romane nicht mehr lesen, sondern nur noch sehen. Da haben wir alle mehr von.
Es bot sich somit der Meister des Trivialen an: Dan Brown mit "The lost symbol", der nächsten Schnitzeljagd nach Illuminati (Angels and Demons) und Sakrileg (Da Vinci Code). Zum dritten mal schickt der Autor seinen Lieblingsprotagonisten Robert Langdon auf die Suche nach spiritueller Erleuchtung, diesmal jedoch - im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden - nicht in Europa, sondern in seinem Heimatland, den vereinigten Staaten von Amerika. Vermutlich haben Browns Verleger gemault, daß er "immer in Europa unterwegs sei" und ob er nicht mal was zu "God's own country" schreiben könne. So nach dem Motto: Auch wir haben eine Geschichte. Stimmt, nur ist sie bei weitem nicht so interessant wie die europäische, was jedoch - zugegebenermaßen - auch daran liegen könnte, daß ich als Europäer wenig darüber weiß und noch weniger damit anfangen kann.
Also werden nun sämtliche Wahrzeichen Washingtons nach Rätseln und Symbolen abgeklappert, um den entscheidenden Hinweis auf die nächste Etappe der Reise zu finden. Dazu gibt es den üblichen bösartigen Gegenspieler und irgendeine dritte Partei, die mal gut und dann wieder böse zu sein scheint. So weit, so Illuminati. Brown bedient sich sämtlicher Verschwörungstheorien aus Wikipedia, bringt die neuesten esoterischen Weisheiten ein (gefühlt 20 Jahre alt...) und bietet am Schluß eine Lösung, die den geneigten Star-Wars-Kenner um den Restverstand bringen dürfte. Leider endet das Buch nicht mit dem "Clou", sondern zieht sich danach noch ewig (gefühlt!) in die Länge, ohne die wenigstens vorhandene Dynamik des Anfangs beizubehalten.
Ich habe mir - weil ich den Stil der Vorgänger etwas simpel fand - dieses Machwerk auf englisch angetan, in der Hoffnung, es sei im Original etwas herausfordernder. Leider ist dem nicht so. Brown schreibt wie ein mittelmäßiger Abiturient, voller Klischees und farbiger Metaphern. Von den ca. sieben bis acht Merkmalen, die einen guten Schriftsteller (bzw. ein gutes Buch) ausmachen, erfüllt er gerade mal eins: Er schreibt spannend. Wenn halt auch nur bis zum Höhepunkt des Romans. Danach fragt man sich mit jeder weiteren Seite, wieso man Geld und Zeit investiert hat, wenn sogar das Starren aus der fahrenden S-Bahn mehr Abwechslung verspricht als weiterzulesen.
Dazu kommt, daß die Aufteilung des Romans in über 130 Kapitel (teilweise eins pro Seite!) schon verrät, wohin die Reise geht: Nämlich nach Hollywood. Es handelt sich genau genommen um ein überlanges Drehbuch, welches als Blaupause für den kommenden Blockbuster dienen kann. Das wäre vielleicht gar nicht so verkehrt, denn Browns Bücher gewinnen, wenn sie für die Leinwand adaptiert werden, gewaltig an Qualität. Die visuelle Bildgewalt der ausgewählten Schauplätze und der vorhandene Spannungsbogen bieten sich für eine filmische Umsetzung geradezu an. In Zukunft werde ich das beachten und Browns Romane nicht mehr lesen, sondern nur noch sehen. Da haben wir alle mehr von.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Kulturelles, Literatur
um
22:00
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Sonntag, 14. März 2010
Irrelevanz der Woche 2010/10
Der etwas andere Wochenrückblick
Da ich es Mitte der Woche zeitlich nicht immer schaffe, diese regelmäßige Kolumne zu veröffentlichen, wird der Veröffentlichungstermin von nun an auf den Sonntag verschoben (was ja eigentlich für eine Wochenzusammenfassung auch logisch erscheint). Für den besseren Überblick gibt es zudem nun die eigene Kategorie "Irrelevanz", in der alle dazugehörigen Einträge zusammengefaßt sind. Wie immer erhebt diese Ankündigung nicht den Anspruch der Relevanz, also nagelt mich später nicht darauf fest...
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Wer ist den Preis wert?
Der Oscar ist der Höhepunkt der alljährlich zu vergebenen Auszeichnungen. Und damit der Irrelevanz. Auch wenn ich persönlich seine Darstellung in Inglourious Basterds geliebt habe, habe ich außer Christoph Waltz meines Wissens keinen der anderen Nominierten gesehen. Und selbst wenn, bliebe es eben Geschmackssache. Zudem werden 95% aller möglichen Kandidaten ja schon vorher gesiebt und die tatsächliche Vergabe scheint wohl auch oft genug eher eine "politische" Entscheidung zu sein. Und obwohl ich mich auf jeden Fall zu den Filmfreaks zählen würde, würde es mir nicht mal im Traum einfallen, wegen so etwas die ganze Nacht aufzubleiben. Als kleine Randnotiz: Das hier gezeigte Filmfoto wurde z.B. auch in der FAZ abgedruckt (ich rede vom Offline-Medium!), was eindeutig für diese These spricht.
Während die Fälle mit Fuhrwerken erneut zurückgingen
Vielleicht sollte man - um überhaupt einen sinnvollen Vergleich herstellen zu können - die Kategorie als "Betrug mit technischen Mitteln" bezeichen. Dann dürften die Fälle von Scheckfälschungen Ende des letzten Jahrtausends locker jede Online-Betrugs-Statistik schlagen.
Angst vor den Piraten?
Sind ja mal wieder Wahlen, da muß man das liberale Gedankengut wohl oder übel wieder herauskramen. Aber liebe FDP: Es wird in Zukunft keine anstrengungslosen Wahlergebnisse über 14% mehr geben.
Todesstrafe für Schwänzen
Hier dürfte den Agenturen ein Fehler bei der Nachrichtenübermittlung passiert sein: Der Zusatz "geld" fehlte vermutlich im Original.
Anfänger!
Denn wir wissen ja: Was ist der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank.
Da ich es Mitte der Woche zeitlich nicht immer schaffe, diese regelmäßige Kolumne zu veröffentlichen, wird der Veröffentlichungstermin von nun an auf den Sonntag verschoben (was ja eigentlich für eine Wochenzusammenfassung auch logisch erscheint). Für den besseren Überblick gibt es zudem nun die eigene Kategorie "Irrelevanz", in der alle dazugehörigen Einträge zusammengefaßt sind. Wie immer erhebt diese Ankündigung nicht den Anspruch der Relevanz, also nagelt mich später nicht darauf fest...
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Wer ist den Preis wert?
Der Oscar ist der Höhepunkt der alljährlich zu vergebenen Auszeichnungen. Und damit der Irrelevanz. Auch wenn ich persönlich seine Darstellung in Inglourious Basterds geliebt habe, habe ich außer Christoph Waltz meines Wissens keinen der anderen Nominierten gesehen. Und selbst wenn, bliebe es eben Geschmackssache. Zudem werden 95% aller möglichen Kandidaten ja schon vorher gesiebt und die tatsächliche Vergabe scheint wohl auch oft genug eher eine "politische" Entscheidung zu sein. Und obwohl ich mich auf jeden Fall zu den Filmfreaks zählen würde, würde es mir nicht mal im Traum einfallen, wegen so etwas die ganze Nacht aufzubleiben. Als kleine Randnotiz: Das hier gezeigte Filmfoto wurde z.B. auch in der FAZ abgedruckt (ich rede vom Offline-Medium!), was eindeutig für diese These spricht.
Während die Fälle mit Fuhrwerken erneut zurückgingen
Vielleicht sollte man - um überhaupt einen sinnvollen Vergleich herstellen zu können - die Kategorie als "Betrug mit technischen Mitteln" bezeichen. Dann dürften die Fälle von Scheckfälschungen Ende des letzten Jahrtausends locker jede Online-Betrugs-Statistik schlagen.
Angst vor den Piraten?
Sind ja mal wieder Wahlen, da muß man das liberale Gedankengut wohl oder übel wieder herauskramen. Aber liebe FDP: Es wird in Zukunft keine anstrengungslosen Wahlergebnisse über 14% mehr geben.
Todesstrafe für Schwänzen
Hier dürfte den Agenturen ein Fehler bei der Nachrichtenübermittlung passiert sein: Der Zusatz "geld" fehlte vermutlich im Original.
Anfänger!
Denn wir wissen ja: Was ist der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Film, Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Piraten, Politik
um
20:00
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Donnerstag, 4. März 2010
Irrelevanz der Woche 2010/09
Der etwas andere Wochenrückblick
Das Verfassungsgericht hat gesprochen. Das was gesagt wurde, ist leider völlig irrelevant für konservative Politiker in Deutschland. Hauptsache die nächste Lücke ist schon da und wartet auf einen Lückenfüller in Form eines verfassungswidrigen Gesetzes. Doch zurück zu den wirklich irrelevanten Nachrichten der Woche
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Das Ende ist nah!
Derzeit können wir es uns halt aussuchen, ob es die Schweinegrippe, die Erderwärmung, zuviel DSDS oder diverse Erdbeben sind. Vermutlich wird jedoch mit diesem Artikel nur vorbereitet, daß der Emmerich-2012 als Dokumentarfilm durchgeht, sobald er in den Öffentlich-Rechtlichen läuft.
Was ein Käs, Mann!
Sexismusvorwürfe. Alkohol. Fremder Mann im Auto. Kirchenskandal (diesmal nicht die Katholiken!). Rücktritt. Toll für die Medien. Völlig irrelevant. Aber mal ein ganz leiser Gedanke: Wenn irgendwann mal (was nie passieren wird) ein nicht vorher ertappter Politiker, Geistlicher oder sonstiger Prominenter wegen eines persönlichen Problems oder Verschuldens zurücktreten oder aufhören sollte, dann würde mir das Respekt abnötigen.
Und das war nur gestern!
Mal wieder stellvertretend für alleNachrichtenMeldungen aus der Showbranche. Untalentiertes Starlet füllt nach Vorgabe ihrer PR-Agentur regelmäßig die Gazetten. Mal Heilige, mal Hure, mal Dummchen, mal Schlaue. Peinlich. Andererseits... das war doch die, die sich bei Transformers über die Kühlerhaube gebeugt hat...
Sind Politiker käuflich?
Natürlich nicht! Aber jetzt sollten wir doch mal über den Preis reden.
Gähn
Diesmal hat das Abschalten des Botnets nicht mal zu einer Delle im Spamaufkommen geführt, aber gefühlt 20 Jahre gedauert und bestimmt richtig viel Kohle gekostet. Peinlicher als es über rechtliche Mittel zu versuchen geht ja kaum noch...
Das Verfassungsgericht hat gesprochen. Das was gesagt wurde, ist leider völlig irrelevant für konservative Politiker in Deutschland. Hauptsache die nächste Lücke ist schon da und wartet auf einen Lückenfüller in Form eines verfassungswidrigen Gesetzes. Doch zurück zu den wirklich irrelevanten Nachrichten der Woche
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Das Ende ist nah!
Derzeit können wir es uns halt aussuchen, ob es die Schweinegrippe, die Erderwärmung, zuviel DSDS oder diverse Erdbeben sind. Vermutlich wird jedoch mit diesem Artikel nur vorbereitet, daß der Emmerich-2012 als Dokumentarfilm durchgeht, sobald er in den Öffentlich-Rechtlichen läuft.
Was ein Käs, Mann!
Sexismusvorwürfe. Alkohol. Fremder Mann im Auto. Kirchenskandal (diesmal nicht die Katholiken!). Rücktritt. Toll für die Medien. Völlig irrelevant. Aber mal ein ganz leiser Gedanke: Wenn irgendwann mal (was nie passieren wird) ein nicht vorher ertappter Politiker, Geistlicher oder sonstiger Prominenter wegen eines persönlichen Problems oder Verschuldens zurücktreten oder aufhören sollte, dann würde mir das Respekt abnötigen.
Und das war nur gestern!
Mal wieder stellvertretend für alle
Sind Politiker käuflich?
Natürlich nicht! Aber jetzt sollten wir doch mal über den Preis reden.
Gähn
Diesmal hat das Abschalten des Botnets nicht mal zu einer Delle im Spamaufkommen geführt, aber gefühlt 20 Jahre gedauert und bestimmt richtig viel Kohle gekostet. Peinlicher als es über rechtliche Mittel zu versuchen geht ja kaum noch...
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Film, Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
um
10:00
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Donnerstag, 25. Februar 2010
Irrelevanz der Woche 2010/08
Der etwas andere Wochenrückblick
Die olympischen Irrelevanz-Spiele beherrschen seit Tagen die Schlagzeilen. Da ist es schwierig, andere Themen zu finden, die ähnlich bedeutungsvoll sind. Aber nächste Woche wird alles besser. Versprochen!
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Demokratische und liberale Staaten haben es schwerer...
...einen Informationskrieg zu gewinnen. Gesellschaftswissenschaften. Erstes Semester. Der Abstand schrumpft zwar seit Jahren, aber noch scheint für die liberale Gesellschaft eine Chance zu bestehen. Vorausgesetzt man gibt den Hardlinern nicht noch mehr Geld für den bevorstehenden Cyberwar.
Wer nichts zu verbergen hat, ...
Sollen die Politiker ruhig was von ihrer eigenen Medizin fressen. Andererseits macht einem der Zustand der vierten Gewalt im Staat allmählich doch Angst.
Spätbarocke Putte
Muß sich doch lohnen, die jahrelangen Machtkämpfe, Intrigen und die Buckeleien vor der Wirtschaft. Daß es immer noch Journalisten gibt, die mit echter Empörung über die Nebeneinnahmen von Politikern schreiben können, wundert mich doch. Wie schlimm es allerdings um Deutschlands Wähler bestellt zu sein scheint, erschließt sich jetzt, seitdem die FDP in Umfragen 7% im Vergleich zur Bundestagswahl verloren hat. Wußtet ihr das wirklich nicht?
Die olympischen Irrelevanz-Spiele beherrschen seit Tagen die Schlagzeilen. Da ist es schwierig, andere Themen zu finden, die ähnlich bedeutungsvoll sind. Aber nächste Woche wird alles besser. Versprochen!
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Demokratische und liberale Staaten haben es schwerer...
...einen Informationskrieg zu gewinnen. Gesellschaftswissenschaften. Erstes Semester. Der Abstand schrumpft zwar seit Jahren, aber noch scheint für die liberale Gesellschaft eine Chance zu bestehen. Vorausgesetzt man gibt den Hardlinern nicht noch mehr Geld für den bevorstehenden Cyberwar.
Wer nichts zu verbergen hat, ...
Sollen die Politiker ruhig was von ihrer eigenen Medizin fressen. Andererseits macht einem der Zustand der vierten Gewalt im Staat allmählich doch Angst.
Spätbarocke Putte
Muß sich doch lohnen, die jahrelangen Machtkämpfe, Intrigen und die Buckeleien vor der Wirtschaft. Daß es immer noch Journalisten gibt, die mit echter Empörung über die Nebeneinnahmen von Politikern schreiben können, wundert mich doch. Wie schlimm es allerdings um Deutschlands Wähler bestellt zu sein scheint, erschließt sich jetzt, seitdem die FDP in Umfragen 7% im Vergleich zur Bundestagswahl verloren hat. Wußtet ihr das wirklich nicht?
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
um
21:30
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Sonntag, 21. Februar 2010
Das Stoppschild der Piratenpartei
Der Fall Aaron König wirft ein schiefes Licht auf die Partei. Allerdings weniger von außen, wie es viele befürchten, sondern von innen. Die Kernfrage, um die es sich dreht, ist: Darf ein Pirat - insbesondere ein Vorstandsmitglied - eine eigene Meinung haben und sie auch als solche veröffentlichen. Ich meine ja. Daß es dann immer Personen gibt, denen diese Meinung nicht gefällt, dürfte ebenso klar sein. Es ist das gute Recht dieser Personen, ihre abweichende Meinung zu äußern, die Meinung des anderen zu kritisieren oder auch zu schimpfen oder zu polarisieren. Wir sind Piraten, wir sollten das abkönnen.
Wenn wir uns einmal die anderen Parteien ansehen, stellen wir fest, daß es so gut wie keine Streitkultur mehr gibt. Meinungen innerhalb der Parteien sind gleichgeschaltet, Abweichler werden rausgeschmissen, totgeschwiegen oder ihre Aussagen relativiert. Als Piraten sind wir angetreten, die politische Kultur dieses Landes grundlegend zu ändern und Meinungsfreiheit scheint doch bisher das höchste Gut unserer Bewegung gewesen zu sein. Aarons Äußerungen sind für mich ohne Frage peinlich und unangemessen und sie werden - wie so oft bei ihm - nicht mit Argumenten und Fakten unterfüttert. Doch letztendlich - man mag das bedauern - gibt es darin nichts, was Ordnungsmaßnahmen oder einen Ausschluß rechtfertigen. Weder bereitet er einen Angriffskrieg vor (und nur das wäre strafbar, aber dazu fehlt ihm dann doch wohl der persönliche Einfluß) noch hat er Äußerungen getätigt, um den öffentlichen Frieden zu stören oder Volksverhetzung betrieben und ob er parteischädigend agiert, halte ich für unbeweisbar. Seine Blogeinträge sind grenzwertig und sie mögen für die meisten Piraten nicht mehr tragbar sein, doch vor jedem ordentlichen Schiedsgericht würde er bei einer Klage gegen Ordnungsmaßnahmen Recht bekommen.
Einige fordern, er solle sein Amt niederlegen. Das wäre - hätte Aaron genügend Selbsterkenntnis und Größe - die beste Lösung. Einige wollen, daß er aufhört, zu bloggen oder seine Meinung zu vertreten, sie wollen also nichts anderes als Zensursulas Stoppschilder für Piratenblogs. Aaron darf sein krude Meinung behalten, er soll sie nur nicht mehr äußern. Super. Dann wird bestimmt alles besser. Auch bei der nächsten Vorstandswahl, wenn wir Aaron hoffentlich deutlich abwählen ("nicht wieder wählen"), dafür aber die nächsten U-Boote und Demagogen in den Vorstand wählen. Und warum? Weil wir ihre Meinung nicht mehr kennen (dürfen). Ich will von jedem Kandidaten wissen, was er denkt. Ich will auch die alten Blogeinträge lesen, um zu wissen, wie der Kandidat tickt. Ich will Meinungen zu Themen sehen, die wir nicht offiziell vertreten. Und ich will auf jeden Fall auch abweichende Meinungen zum Parteiprogramm sehen. Nur weil möglicherweise 2/3 bestimmt haben, daß es politisch so zu sein habe, soll die Minderheit den Mund halten? Wie unpiratig ist das denn? Sind wir nicht die Partei der Bürgerrechte und der Grundrechte? Solange nur ein Mensch in einem Grundrecht verletzt wird, ist dies ein Grund, diesen Mißstand anzuprangern, aber kaum vertritt ein Pirat eine Minderheitenmeinung, ist es vorbei mit unseren schönen Lippenbekenntnissen?
Wenn ich mich für den Kreisvorsitz in meinem Kreis bewerbe - und, was ich mir irgendwann vorstellen kann, für höhere Ämter - dann wünsche ich mir, daß die Wahlberechtigten mich zu meiner politischen Meinung befragen und meine Äußerungen kommentieren und kritisieren. Daß ich hoffentlich etwas mehr Sinn und Verstand in meinen Einträgen und Äußerungen zeige und diese Linie in einem Amt auch würdig fortsetzen kann, wäre sicher kein Fehler. Daß jegliche Äußerung ohne Kritik akzeptiert werden dürfte, ist hingegen ein schöner Traum. Wer so versucht zu reden und zu schreiben, hat keinen Inhalt zu bieten.
Ich schäme mich. Für Aaron, der seinen selbst auferlegten intellektuellen Maßstab nicht mal ansatzweise erfüllen kann. Und ich schäme mich für die Parteimitglieder, die für das sogenannte Ansehen in der Öffentlichkeit und Prozente bei der nächsten Wahl bereit sind, grundlegende Prinzipien der Piraten flugs über Bord zu werfen.
Daß laut unserer Satzung der Vorstand in der Lage wäre, einzelne Vorstandsmitglieder aus dem Amt zu entfernen, ist ein kleiner Skandal. Wer das jetzt für Aaron fordert, sollte sich mal die Konsequenzen überlegen, wenn z.B. die Unterstützer Aarons im Vorstand in der Mehrheit wären. Wir brauchen ordentliche Schiedsgerichtsregelungen und die Möglichkeit für die Basis, bei diesen Gerichten Ordnungsmaßnahmen gegen Vorstandsmitglieder zu initiieren.
Ansonsten laßt uns in Bingen einen neuen Vorstand wählen und damit auch der Öffentlichkeit beweisen, daß wir Aarons Meinung nicht als Parteiprogramm gedeutet haben wollen. Wäre die Zeit bis Bingen nicht zu knapp, könnten drei Mitglieder des Bundesvorstandes zurücktreten, den Vorstand damit handlungsunfähig machen (nicht, daß der BuVo dies nicht schon größtenteils wäre) und Neuwahlen auslösen. Daß dazu im Vorstand offenbar niemand bereit ist, sollte uns allen zu Denken geben. Ich glaube kaum, daß ein solcher Schritt bei den nächsten Wahlen negativ in das Ergebnis einer Wiederwahl einfließen würde.
Unsere Kernthemen sind wichtiger als einzelne Personen. Wer die Piraten wegen Aaron nicht wählen kann, der soll den anderen Parteien mit ihren Berufspolitikern ruhig seine Stimme geben. Auf derartige Stimmen verzichte ich gerne.
Das Gute an der ganzen Affäre ist meines Erachtens jedoch, daß der innerparteiliche Diskurs noch funktioniert! Wir sind Piraten, wir streiten!
Wenn wir uns einmal die anderen Parteien ansehen, stellen wir fest, daß es so gut wie keine Streitkultur mehr gibt. Meinungen innerhalb der Parteien sind gleichgeschaltet, Abweichler werden rausgeschmissen, totgeschwiegen oder ihre Aussagen relativiert. Als Piraten sind wir angetreten, die politische Kultur dieses Landes grundlegend zu ändern und Meinungsfreiheit scheint doch bisher das höchste Gut unserer Bewegung gewesen zu sein. Aarons Äußerungen sind für mich ohne Frage peinlich und unangemessen und sie werden - wie so oft bei ihm - nicht mit Argumenten und Fakten unterfüttert. Doch letztendlich - man mag das bedauern - gibt es darin nichts, was Ordnungsmaßnahmen oder einen Ausschluß rechtfertigen. Weder bereitet er einen Angriffskrieg vor (und nur das wäre strafbar, aber dazu fehlt ihm dann doch wohl der persönliche Einfluß) noch hat er Äußerungen getätigt, um den öffentlichen Frieden zu stören oder Volksverhetzung betrieben und ob er parteischädigend agiert, halte ich für unbeweisbar. Seine Blogeinträge sind grenzwertig und sie mögen für die meisten Piraten nicht mehr tragbar sein, doch vor jedem ordentlichen Schiedsgericht würde er bei einer Klage gegen Ordnungsmaßnahmen Recht bekommen.
Einige fordern, er solle sein Amt niederlegen. Das wäre - hätte Aaron genügend Selbsterkenntnis und Größe - die beste Lösung. Einige wollen, daß er aufhört, zu bloggen oder seine Meinung zu vertreten, sie wollen also nichts anderes als Zensursulas Stoppschilder für Piratenblogs. Aaron darf sein krude Meinung behalten, er soll sie nur nicht mehr äußern. Super. Dann wird bestimmt alles besser. Auch bei der nächsten Vorstandswahl, wenn wir Aaron hoffentlich deutlich abwählen ("nicht wieder wählen"), dafür aber die nächsten U-Boote und Demagogen in den Vorstand wählen. Und warum? Weil wir ihre Meinung nicht mehr kennen (dürfen). Ich will von jedem Kandidaten wissen, was er denkt. Ich will auch die alten Blogeinträge lesen, um zu wissen, wie der Kandidat tickt. Ich will Meinungen zu Themen sehen, die wir nicht offiziell vertreten. Und ich will auf jeden Fall auch abweichende Meinungen zum Parteiprogramm sehen. Nur weil möglicherweise 2/3 bestimmt haben, daß es politisch so zu sein habe, soll die Minderheit den Mund halten? Wie unpiratig ist das denn? Sind wir nicht die Partei der Bürgerrechte und der Grundrechte? Solange nur ein Mensch in einem Grundrecht verletzt wird, ist dies ein Grund, diesen Mißstand anzuprangern, aber kaum vertritt ein Pirat eine Minderheitenmeinung, ist es vorbei mit unseren schönen Lippenbekenntnissen?
Wenn ich mich für den Kreisvorsitz in meinem Kreis bewerbe - und, was ich mir irgendwann vorstellen kann, für höhere Ämter - dann wünsche ich mir, daß die Wahlberechtigten mich zu meiner politischen Meinung befragen und meine Äußerungen kommentieren und kritisieren. Daß ich hoffentlich etwas mehr Sinn und Verstand in meinen Einträgen und Äußerungen zeige und diese Linie in einem Amt auch würdig fortsetzen kann, wäre sicher kein Fehler. Daß jegliche Äußerung ohne Kritik akzeptiert werden dürfte, ist hingegen ein schöner Traum. Wer so versucht zu reden und zu schreiben, hat keinen Inhalt zu bieten.
Ich schäme mich. Für Aaron, der seinen selbst auferlegten intellektuellen Maßstab nicht mal ansatzweise erfüllen kann. Und ich schäme mich für die Parteimitglieder, die für das sogenannte Ansehen in der Öffentlichkeit und Prozente bei der nächsten Wahl bereit sind, grundlegende Prinzipien der Piraten flugs über Bord zu werfen.
Daß laut unserer Satzung der Vorstand in der Lage wäre, einzelne Vorstandsmitglieder aus dem Amt zu entfernen, ist ein kleiner Skandal. Wer das jetzt für Aaron fordert, sollte sich mal die Konsequenzen überlegen, wenn z.B. die Unterstützer Aarons im Vorstand in der Mehrheit wären. Wir brauchen ordentliche Schiedsgerichtsregelungen und die Möglichkeit für die Basis, bei diesen Gerichten Ordnungsmaßnahmen gegen Vorstandsmitglieder zu initiieren.
Ansonsten laßt uns in Bingen einen neuen Vorstand wählen und damit auch der Öffentlichkeit beweisen, daß wir Aarons Meinung nicht als Parteiprogramm gedeutet haben wollen. Wäre die Zeit bis Bingen nicht zu knapp, könnten drei Mitglieder des Bundesvorstandes zurücktreten, den Vorstand damit handlungsunfähig machen (nicht, daß der BuVo dies nicht schon größtenteils wäre) und Neuwahlen auslösen. Daß dazu im Vorstand offenbar niemand bereit ist, sollte uns allen zu Denken geben. Ich glaube kaum, daß ein solcher Schritt bei den nächsten Wahlen negativ in das Ergebnis einer Wiederwahl einfließen würde.
Unsere Kernthemen sind wichtiger als einzelne Personen. Wer die Piraten wegen Aaron nicht wählen kann, der soll den anderen Parteien mit ihren Berufspolitikern ruhig seine Stimme geben. Auf derartige Stimmen verzichte ich gerne.
Das Gute an der ganzen Affäre ist meines Erachtens jedoch, daß der innerparteiliche Diskurs noch funktioniert! Wir sind Piraten, wir streiten!
Freitag, 19. Februar 2010
Irrelevanz der Woche 2010/07
Der etwas andere Wochenrückblick
Krankheitsbedingt gibt es den irrelevanten Wahnsinn einen Tag später. Das ist aber selbstverständlich total irrelevant!
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Lidl ruft Käse zurück! (Danke an Marcel)
So wie das klingt, dürfte der Käse von allein zurückkommen.
Aufklärung ist schuld am Niedergang der Kirchen!
Wie irrelevant inzwischen die Äußerungen einiger katholischer Kirchenvertreter geworden sind, zeigt sich schon daran, daß die Nachrichten dazu in der Rubrik "Panorama" erscheinen. Zum Thema Kirche, Mißbrauch und Bischof Mixa fiele mir ansonsten höchstens noch ein Reim ein...
Wo gibt es das zu kaufen?
Das Kino der Zukunft wird inzwischen alle drei bis fünf Jahre neu definiert, immer etwas gefolgt vom Heimkinobereich. Diesen Multimediawahn beliebig mitmachen? Ich bin doch nicht blöd, Mann! Aber ich wette, wenn man auf das Ganze ein Apfel-Logo pappt...
Iran böse, wir gut
Möglicherweise, vielleicht aber auch nicht, könnte es unter Umständen und nur gerüchteweise ein Waffenprogramm im Iran geben. Aber keine Angst, unser Aaron wird das schon richten!
Krankheitsbedingt gibt es den irrelevanten Wahnsinn einen Tag später. Das ist aber selbstverständlich total irrelevant!
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Lidl ruft Käse zurück! (Danke an Marcel)
So wie das klingt, dürfte der Käse von allein zurückkommen.
Aufklärung ist schuld am Niedergang der Kirchen!
Wie irrelevant inzwischen die Äußerungen einiger katholischer Kirchenvertreter geworden sind, zeigt sich schon daran, daß die Nachrichten dazu in der Rubrik "Panorama" erscheinen. Zum Thema Kirche, Mißbrauch und Bischof Mixa fiele mir ansonsten höchstens noch ein Reim ein...
Wo gibt es das zu kaufen?
Das Kino der Zukunft wird inzwischen alle drei bis fünf Jahre neu definiert, immer etwas gefolgt vom Heimkinobereich. Diesen Multimediawahn beliebig mitmachen? Ich bin doch nicht blöd, Mann! Aber ich wette, wenn man auf das Ganze ein Apfel-Logo pappt...
Iran böse, wir gut
Möglicherweise, vielleicht aber auch nicht, könnte es unter Umständen und nur gerüchteweise ein Waffenprogramm im Iran geben. Aber keine Angst, unser Aaron wird das schon richten!
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
um
14:00
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Dienstag, 16. Februar 2010
Geheimer Mitschnitt zum Forumsvorfall aufgetaucht!
Der folgende geheime Mitschnitt einer Krisensitzung bedeutender Piratenparteimitglieder wurde mir von dem Insider Stephan Urbach, der nicht genannt werden will, vor kurzem zugesandt. Ich habe diesen Mitschnitt im Sinne des Transparenzgebots transkribiert und veröffentliche ihn hiermit. Aus Datenschutzgründen wurden die Namen aller Beteiligten teilanonymisiert.
[Murmel...Bla...Murmel]
A. Doerwald: Es gab da ein kleines Mißgeschick mit einer Platte, einem Kondom und einer Zeitmaschine und so hat sich das Ganze völlig transparent in die jetzige Richtung entwickelt.
A. Popp: Was ist daran transparent? Wir in Bayern wußten da nichts davon!
Der unbekannte Informatiker: Der Begriff Transparenz bezeichnet in der Informatik ein für den Benutzer wichtiges, aber nicht sichtbares und somit nicht vorhandenes Systemteil. So haben wir das immer verstanden.
T. Wirth: Kinder! Ich will ja nichts sagen, aber ich möchte doch anmerken, daß sich dies nicht mit dem in der Öffentlichkeit allgemein verbreiteten Begriff von Transparenz verträgt. Jetzt muß ich wieder mit vierzig Journalisten Interviews führen, um das gerade zu biegen.
J. Seipenbusch: Das ist toll, das du das übernimmst. Ich würde mich da gerne raushalten.
[Murmel...Kohl...Murmel...Merkel...Murmel]
Yogi-Tee: Raushalten? Da muß der Vorstand rein! Hier geschehen Dinge wie am 11. September. Die Partei ist als Ganzes gefährdet, die Parteienfinanzierung wird uns entzogen, heute schon mehr Austritte als morgen und übermorgen zusammen! Das reiht sich in die Kette von umgezogenen Foren ein, seit zehn Jahren predige ich das hier doch schon!
A. Popp: Ja, äh, danke für den Einwurf. Was können wir also jetzt machen, damit nichts falsches mit den Daten auf dem privaten Server passieren kann?
S.A. König: Wir könnten die Amerikaner bitten, den Provider wegzubomben.
[10 Sekunden Stille]
Der unbekannte Informatiker: Das würde nichts nützen, da die ein redundantes Rechenzentrum und externe Backups haben.
[Murmel...Mist...Schade...Murmel...Na, dann nicht... Murmel]
J. Seipenbusch: Müssen wir überhaupt was machen? Können wir es nicht einfach aussitzen?
A. Popp: Das halte ich für einen Skandal. Das geht überhaupt nicht. Unter diesen Umständen muß ich auch diese Aufgabe niederlegen.
A. Doerwald: Das war doch nie deine Aufgabe!
A. Popp: Um so schlimmer! Dann muß ich das schon ablehnen, bevor ich es angeboten bekomme!
T. Wirth: Kinder, Kinder, Kinder. Ich will ja nichts sagen, aber ich muß sagen, daß wir ein erbärmliches Bild in der Öffentlichkeit abgeben. Also zumindest ihr, hoffe ich mal. Was sollen wir nun mit dem Forum machen.
A. Doerwald: Ich schlage vor, wir erfinden eine Geschichte und veröffentlichen sie irgendwo im Wiki. Und im umgezogenen Forum... in drei Jahren.
Yogi-Bär: Dieses ganze Lügen und Betrügen ist das Letzte. Ich werde all dies schonungslos offenlegen, auch wenn ich dafür lügen und betrügen muß.
[Türenknall]
[Murmel...weggeraucht...Murmel...Nuke him...Murmel...an der Klatsche...Murmel]
T. Wirth: Kinder, Kinder! So geht das nicht. Wir müssen uns für eine Richtung entscheiden. Schützen wir die Daten unserer Trolle, äh Nutzer oder haben wir nichts zu verbergen und gehen mit der ganzen Sache total entspannt transparent um. Ich übernehme auf jeden Fall die Presse!
A. Popp: Datenschutz oder Transparenz? Transparenz ist wichtiger.
J. Seipenbusch: Datenschutz oder Transparenz, das ist hier die Frage.
S.A. König: Also wenn Muslime involviert sind, bin ich für...
A. Doerwald: Transparenz.
T. Wirth: Kinder, Kinder. Bin ich auch dafür. Also Transparenz. Ich schlage vor, wir packen den Datenbankdump in handliche 15 MB Rar-Pakete und verteilen das ganze über Torrent. Irgendwelche Gegenrede?
Der unbekannte Informatiker: Ich würde vorschlagen, das Paket „Avatar.3D.2010.1080p.BluRay.x264.AC3“ zu nennen.
[Murmel...Superidee...Machen...Blaue Aliens, alle wegsprengen...Murmel...Dafür...Mir doch egal...Murmel]
[Ende des Mitschnitts]
[Murmel...Bla...Murmel]
A. Doerwald: Es gab da ein kleines Mißgeschick mit einer Platte, einem Kondom und einer Zeitmaschine und so hat sich das Ganze völlig transparent in die jetzige Richtung entwickelt.
A. Popp: Was ist daran transparent? Wir in Bayern wußten da nichts davon!
Der unbekannte Informatiker: Der Begriff Transparenz bezeichnet in der Informatik ein für den Benutzer wichtiges, aber nicht sichtbares und somit nicht vorhandenes Systemteil. So haben wir das immer verstanden.
T. Wirth: Kinder! Ich will ja nichts sagen, aber ich möchte doch anmerken, daß sich dies nicht mit dem in der Öffentlichkeit allgemein verbreiteten Begriff von Transparenz verträgt. Jetzt muß ich wieder mit vierzig Journalisten Interviews führen, um das gerade zu biegen.
J. Seipenbusch: Das ist toll, das du das übernimmst. Ich würde mich da gerne raushalten.
[Murmel...Kohl...Murmel...Merkel...Murmel]
Yogi-Tee: Raushalten? Da muß der Vorstand rein! Hier geschehen Dinge wie am 11. September. Die Partei ist als Ganzes gefährdet, die Parteienfinanzierung wird uns entzogen, heute schon mehr Austritte als morgen und übermorgen zusammen! Das reiht sich in die Kette von umgezogenen Foren ein, seit zehn Jahren predige ich das hier doch schon!
A. Popp: Ja, äh, danke für den Einwurf. Was können wir also jetzt machen, damit nichts falsches mit den Daten auf dem privaten Server passieren kann?
S.A. König: Wir könnten die Amerikaner bitten, den Provider wegzubomben.
[10 Sekunden Stille]
Der unbekannte Informatiker: Das würde nichts nützen, da die ein redundantes Rechenzentrum und externe Backups haben.
[Murmel...Mist...Schade...Murmel...Na, dann nicht... Murmel]
J. Seipenbusch: Müssen wir überhaupt was machen? Können wir es nicht einfach aussitzen?
A. Popp: Das halte ich für einen Skandal. Das geht überhaupt nicht. Unter diesen Umständen muß ich auch diese Aufgabe niederlegen.
A. Doerwald: Das war doch nie deine Aufgabe!
A. Popp: Um so schlimmer! Dann muß ich das schon ablehnen, bevor ich es angeboten bekomme!
T. Wirth: Kinder, Kinder, Kinder. Ich will ja nichts sagen, aber ich muß sagen, daß wir ein erbärmliches Bild in der Öffentlichkeit abgeben. Also zumindest ihr, hoffe ich mal. Was sollen wir nun mit dem Forum machen.
A. Doerwald: Ich schlage vor, wir erfinden eine Geschichte und veröffentlichen sie irgendwo im Wiki. Und im umgezogenen Forum... in drei Jahren.
Yogi-Bär: Dieses ganze Lügen und Betrügen ist das Letzte. Ich werde all dies schonungslos offenlegen, auch wenn ich dafür lügen und betrügen muß.
[Türenknall]
[Murmel...weggeraucht...Murmel...Nuke him...Murmel...an der Klatsche...Murmel]
T. Wirth: Kinder, Kinder! So geht das nicht. Wir müssen uns für eine Richtung entscheiden. Schützen wir die Daten unserer Trolle, äh Nutzer oder haben wir nichts zu verbergen und gehen mit der ganzen Sache total entspannt transparent um. Ich übernehme auf jeden Fall die Presse!
A. Popp: Datenschutz oder Transparenz? Transparenz ist wichtiger.
J. Seipenbusch: Datenschutz oder Transparenz, das ist hier die Frage.
S.A. König: Also wenn Muslime involviert sind, bin ich für...
A. Doerwald: Transparenz.
T. Wirth: Kinder, Kinder. Bin ich auch dafür. Also Transparenz. Ich schlage vor, wir packen den Datenbankdump in handliche 15 MB Rar-Pakete und verteilen das ganze über Torrent. Irgendwelche Gegenrede?
Der unbekannte Informatiker: Ich würde vorschlagen, das Paket „Avatar.3D.2010.1080p.BluRay.x264.AC3“ zu nennen.
[Murmel...Superidee...Machen...Blaue Aliens, alle wegsprengen...Murmel...Dafür...Mir doch egal...Murmel]
[Ende des Mitschnitts]
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