Merkel: Wollen wir über die Menschenrechte reden?
Wen Jiabao: Nein.
Merkel: Okay.
Samstag, 17. Juli 2010
Am Rande
Gestern in den Nachrichten die Meldung, daß Merkel am Rande ihres Treffens mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao auch über die Menschenrechte gesprochen habe. Wie das Gespräch genau aussah, hier zu lesen:
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Politik
um
16:51
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Montag, 5. April 2010
Irrelevanz der Woche 2010/13
Der etwas andere Wochenrückblick
Neue Regel: Der Montag - falls Feiertag - gehört ebenfalls noch zur alten Woche, weswegen es die Rubrik erst heute gibt (hüstel)
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Spiegel: Aigner gegen Facebook
Die aignert sich nicht!
Sehr sinnvoll alsBauernAgrarVerbraucherministerin, immer einzeln gegen Mißstände vorzugehen (und zwar dadurch, daß man sein Nokia-Handy wegwirft. Pardon! Seinen Facebook-Account löscht!). Wie wäre es mal mit einem zeitgemäßen verbraucherfreundlichen Verbraucherschutzgesetz? Vielleicht mal die Piraten fragen, die kennen sich damit nämlich total gut aus
Heise: Anzahl der Registrare pro 1000 Einwohner
Domains oder Juristen?
Wer braucht das? Städte-Schwanzvergleich? Wenn überhaupt, dürfte es zwei korrelierende Merkmale geben: Die Anzahl der Einwohner (ach!) und die Anzahl der Juristen (urg!).
Spiegel: iPad ist toll
Sogar noch toller als in der letztenWerbungMeldung
Nur kurz: Gebt mir das Ding kostenlos zum Testen (und Behalten) und ich finde es auch toll!
Sammlung von irrelevanten Nachrichten
Das braucht die Welt!
Irgend so ein Nerd sammelt Woche für Woche irrelevante Nachrichten aus dem Web und kommentiert sie. Peinlich und natürlich total irrelevant.
Spiegel: Auktionen für Treffen mit Prominenten
So viel Zeit und so wenig zu tun!
Das Prominentenunwesen, das ist übrigens anstrengungslose Dekadenz. Ach, es soll ja für einen guten Zweck sein. Na dann. War bei den Politikerkäufen bestimmt auch so.
Neue Regel: Der Montag - falls Feiertag - gehört ebenfalls noch zur alten Woche, weswegen es die Rubrik erst heute gibt (hüstel)
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Spiegel: Aigner gegen Facebook
Die aignert sich nicht!
Sehr sinnvoll als
Heise: Anzahl der Registrare pro 1000 Einwohner
Domains oder Juristen?
Wer braucht das? Städte-Schwanzvergleich? Wenn überhaupt, dürfte es zwei korrelierende Merkmale geben: Die Anzahl der Einwohner (ach!) und die Anzahl der Juristen (urg!).
Spiegel: iPad ist toll
Sogar noch toller als in der letzten
Nur kurz: Gebt mir das Ding kostenlos zum Testen (und Behalten) und ich finde es auch toll!
Sammlung von irrelevanten Nachrichten
Das braucht die Welt!
Irgend so ein Nerd sammelt Woche für Woche irrelevante Nachrichten aus dem Web und kommentiert sie. Peinlich und natürlich total irrelevant.
Spiegel: Auktionen für Treffen mit Prominenten
So viel Zeit und so wenig zu tun!
Das Prominentenunwesen, das ist übrigens anstrengungslose Dekadenz. Ach, es soll ja für einen guten Zweck sein. Na dann. War bei den Politikerkäufen bestimmt auch so.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Piraten, Politik
um
20:00
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Montag, 29. März 2010
Irrelevanz der Woche 2010/12
Der etwas andere Wochenrückblick
Diesmal mit Kurzzusammenfassung vor dem Link, damit niemand gezwungen ist, irrelevante Meldungen auf verhassten "News"-Seiten anzusurfen. Dieser Service wird Ihnen präsentiert von... mir! Diese Woche war es irgendwie ruhig, vermutlich weil alle verfügbare Irrelevanz von einem Thema aufgesogen wurde, weiter unter mehr...
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Statistik: Trotz Krise - Mehr Deutsche machen sich selbständig
Trotz? Wegen!
In Zeiten, in denen Scheinselbständigkeit gefördert und teure Programme für Arbeitslose aufgelegt werden, die zu nicht lange lebensfähigen "Firmen" führen, gibt es wegen der Krise mehr Selbständige. Aber zum Schönreden waren Statistiken ja schon immer da...
Krise des Verlagswesen: Times und Sunday Times werden kostenpflichtig
Ja, das wird sicher helfen!
Die nächstem Eskalationsstufen: Spiegel Online schimpft bereits über die bösen Raubleser, dann fordern die Verleger eine monatliche Nutzungsabgabe für jeden Menschen, der ein potentielles Empfangsgerät (Auge) bereithält und nach ein paar Geldkoffern bzw. aufgedeckten Politikerskandalen ist auf einmal ein politischer Wille da.
Politik: Obama fordert von Karzai Kampf gegen Korruption
Greif mal nem nackten Mann in die Tasche
Karzai fordert von Obama Kampf gegen Terror. EU fordert von Griechenland mehr Gelddisziplin. Öffentlichkeit fordert von der Kirche volle Aufklärung... Aber vielleicht ist der Obama doch ein versteckter Pirat. Als versteckter Weltretter und versteckter Kommunist ist er ja inzwischen gescheitert, aber da könnte noch was gehen.
Thema der Woche: Kachelmann - wie ist er wirklich?
Der Mensch hinter dem Monster. Oder war es umgekehrt?
Bitte nicht falsch verstehen. Eine Vergewaltigung oder Gewalt in einer Beziehung sind keineswegs irrelevant. Aber wie bestimmte Medien mit Meldungen wie "Wer ist Kachelmann?", "Das geheime Liebesleben des Wettermanns", "Softie oder Macho?" und "Person X spricht: Ich weiß auch nichts" mit dem Thema umgehen, das ist an Ekelhaftigkeit kaum noch zu überbieten. Aber sie bedienen damit offenbar nur das "Dem sieht man's schon an"- und "Ich hab's schon immer gewußt"-Publikum.
Diesmal mit Kurzzusammenfassung vor dem Link, damit niemand gezwungen ist, irrelevante Meldungen auf verhassten "News"-Seiten anzusurfen. Dieser Service wird Ihnen präsentiert von... mir! Diese Woche war es irgendwie ruhig, vermutlich weil alle verfügbare Irrelevanz von einem Thema aufgesogen wurde, weiter unter mehr...
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Statistik: Trotz Krise - Mehr Deutsche machen sich selbständig
Trotz? Wegen!
In Zeiten, in denen Scheinselbständigkeit gefördert und teure Programme für Arbeitslose aufgelegt werden, die zu nicht lange lebensfähigen "Firmen" führen, gibt es wegen der Krise mehr Selbständige. Aber zum Schönreden waren Statistiken ja schon immer da...
Krise des Verlagswesen: Times und Sunday Times werden kostenpflichtig
Ja, das wird sicher helfen!
Die nächstem Eskalationsstufen: Spiegel Online schimpft bereits über die bösen Raubleser, dann fordern die Verleger eine monatliche Nutzungsabgabe für jeden Menschen, der ein potentielles Empfangsgerät (Auge) bereithält und nach ein paar Geldkoffern bzw. aufgedeckten Politikerskandalen ist auf einmal ein politischer Wille da.
Politik: Obama fordert von Karzai Kampf gegen Korruption
Greif mal nem nackten Mann in die Tasche
Karzai fordert von Obama Kampf gegen Terror. EU fordert von Griechenland mehr Gelddisziplin. Öffentlichkeit fordert von der Kirche volle Aufklärung... Aber vielleicht ist der Obama doch ein versteckter Pirat. Als versteckter Weltretter und versteckter Kommunist ist er ja inzwischen gescheitert, aber da könnte noch was gehen.
Thema der Woche: Kachelmann - wie ist er wirklich?
Der Mensch hinter dem Monster. Oder war es umgekehrt?
Bitte nicht falsch verstehen. Eine Vergewaltigung oder Gewalt in einer Beziehung sind keineswegs irrelevant. Aber wie bestimmte Medien mit Meldungen wie "Wer ist Kachelmann?", "Das geheime Liebesleben des Wettermanns", "Softie oder Macho?" und "Person X spricht: Ich weiß auch nichts" mit dem Thema umgehen, das ist an Ekelhaftigkeit kaum noch zu überbieten. Aber sie bedienen damit offenbar nur das "Dem sieht man's schon an"- und "Ich hab's schon immer gewußt"-Publikum.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Fernsehen, Gesellschaft, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
um
00:33
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Montag, 22. März 2010
Die gelähmte Partei
Die Piratenpartei wirkt auf mich in den letzten Wochen wie gelähmt. Ein kaum noch handlungsfähiger Bundesvorstand und allenthalben ebenso überforderte Landesvorstände sowie eine passive Basis zeigen uns in einem desolaten Zustand. Natürlich ist nicht alles so schlimm, wie es auf den ersten Blick scheinen mag und andere Parteien hatten auch ihre Krisen oder stecken seit Jahren in einer wie z.B. die SPD. Doch sollte die Krise der Anderen keine Entschuldigung sein, nicht wenigstens nach den Ursachen zu forschen.
Wieso funktioniert das alles nicht mehr so wie vor der Bundestagswahl? Es gibt viele Faktoren, einer davon ist ein gewisses Ruhebedürfnis der aktiven Wahlkämpfer, ein anderer die zumindest zum Teil gestoppten oder aufgeschobenen Regierungsvorhaben der letzten Jahre. Doch die wichtigsten Ursachen liegen intern begraben. Die Mitglieder der Piratenpartei haben zum Großteil noch nicht begriffen, daß sie nun eben einer Partei angehören. Wer das Ganze als Bürgerbewegung gesehen hat, sollte sich fragen, wozu denn überhaupt eine Parteigründung notwendig gewesen ist. "Piraten" hat es auch schon vor der Piratenpartei gegeben und es wird sie auch nach ihr geben, nämlich Menschen, die sich für Bürgerrechte, Freiheit, Demokratie und Transparenz einsetzen. Organisationen wie die Humanistische Union, FoeBuD oder der AK Vorrat sowie Einzelpersonen wie Franziska Heine, Bettina Winsemann oder Altpolitiker der FDP wie Gerhart Baum zeigen, daß die grundlegende Idee nicht auf eine Partei beschränkt sein muß, ja es nicht mal sein darf!
Die Piratenpartei sollte der politische Arm dieser (Nicht-Nur-)Internetbewegung sein bzw. werden. So wie die SPD Hand in Hand mit den Gewerkschaften groß wurde (und jetzt ohne sie auf einmal wieder klein) oder die Grünen mit Umweltbewegungen, so könnten die Piraten das Sprachrohr einer ganzen Generation werden. Doch dazu müßten wir überhaupt erst einmal begreifen, daß die Partei nun auf einmal nicht alles selbst machen muß, sondern es eben wie bisher machen lassen sollte. Der Bewegung entgleitet die Jeder-Macht-Was-Idee, weil diese Ideen offenbar gerade in Strukturen und Hierarchien gegossen werden. Dies stößt einen Teil der Bewegung ab und lähmt den Rest wegen chronischer Überlastung.
Fast alle aktiven Piraten sind inzwischen in den Vorständen gebunden, die sich bis auf Kreisebene runter gegründet haben. Da Mehrfachämter ausgeschlossen sind (an sich eine gute Idee) dürfen sogar die laut Satzungen notwendigen Rechnungsprüfer keine anderen Ämter mehr bekleiden. Damit werden pro Vorstand zwischen 5 und 10 Leute in Ämter gebunden und ersticken an Organisationsdefiziten, die sich erst durch die zahlreichen Gründungen ergeben. Politsche Arbeit findet nicht mehr statt, sie kann es schlicht nicht mehr, denn die Vorstände sind rastlos und wähnen sich von der Basis getrieben (teilweise zu Recht), sind aber gleichzeitig mutlos und ängstlich.
Dazu haben sie allen Grund, denn jede verkehrte Äußerung, jede dumme Aktion (die zwangsläufig geschehen muß bei Politikamateuren) wird hochgekocht und netz-piratig-nerdig zum Flamewar ausgebaut. Natürlich hat der Fall Aaron König dabei eine Rolle gespielt, da er jedem Vorstand vorgeführt hat, was passieren könnte, wenn einmal ein mißverständliches Wort fallen sollte. Müßig zu erwähnen - aber das habe ich bereits in einem anderen Beitrag geschrieben - daß der Fall König etwas mehr als ein Mißverständnis war. Trotzdem sind die teilweise abstrusen Vorwürfe nicht immer gerechtfertigt gewesen, aber sie sind in den Köpfen hängengeblieben. Aus diesem Grund verwalten die Vorstände ihre Kreise und Länder und verlieren sich in Aktionismus und Aufrufen.
Was fehlt sind Visionen. Es sollte nicht darum gehen, anderen Menschen nachzulaufen, aber ein gewählter Vorstand sollte doch sowohl die Kompetenz als auch das Vertrauen haben, auch mal öffentlichkeitswirksam für die Piraten zu werben und über das aktuelle Parteiprogramm hinauszuschauen. Derzeit stellen die meisten Vorstände ihre vorherige Arbeit ein und gehen damit als "aktive" Piraten verloren. Es ist kein Wunder, daß sich nur noch wenig bewegt, denn eines sollte uns allen klar sein: Auch bei den Piraten ist der Löwenanteil der Mitglieder eher passiv.
Wie kann sich das ändern? Indem die Piratenpartei endlich den Ball wieder der Bewegung zuspielt. Laßt die Leute machen und planen und demonstrieren und laßt sie uns dabei unterstützen. Bei jeder Verfassungsbeschwerde ein Rundbrief (eher eine Rundmail) an alle mit der Bitte um Unterstützung oder Spenden. Ein aktives Bewerben sinnvoller Aktionen und Organisationen auf Webseiten oder in Presseerklärungen. Überhaupt mehr Öffentlichkeit herstellen wäre die Devise. Die Piratenpartei ist auch mit 2 bis 5% der Wählerstimmen ein politisches Gewicht. Wir hatten fast eine Million Wähler, das kann man nicht ignorieren, das kann keine Partei in Deutschland ignorieren! Piratenvorstände sollten sich bemühen, in Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder sogar Talkshows zu gelangen und sich dort ordentlich zu präsentieren (jedem Recht machen kann man es sowieso nicht, irgendwer findet immer irgendjemanden peinlich).
Die Partei braucht interne aber auch externe Experten, die endlich den viel geforderten Anspruch nach Wissenschaftlichkeit, Belegbarkeit und Integrität in das politische Programm hineinbringen. Nicht eine der offiziellen Positionen ist bis zum heutigen Tag wirklich ausgearbeitet worden, wird es versucht, wird es von einigen wenigen totgeschrien. Bitte nicht falsch verstehen: Dies ist keine Abkehr von der Basisdemokratie, denn das Recht, über alles unvoreingenommen und kritisch abzustimmen, ist das wichtigste Gut. Derzeit kommt es aber nicht mal zur Abstimmung, weil unter dem Deckmantel des Konsens gar kein Entwurf über das Entwurfsstadium hinauskommt.
Der Versuch, die Internetgemeinde zu vereinnahmen, ist gescheitert. Laßt sie uns als Partner begrüßen und unterstützen, dann wird sich auch neuer Schwung im politischen Getriebe der Partei einstellen. Geben wir den Menschen in der Partei die Chance, sich zu zeigen und nicht hinter Strukturen zu verstecken. Laßt uns rumspinnen und Visionen entwickeln, wegschmeißen kann man es immer noch. Und bitte laßt euch nicht von den anderen Parteien einlullen. Da ändert sich nichts, aber wir können was ändern.
Und nun frei nach Heise: Macht mich rot!
Wieso funktioniert das alles nicht mehr so wie vor der Bundestagswahl? Es gibt viele Faktoren, einer davon ist ein gewisses Ruhebedürfnis der aktiven Wahlkämpfer, ein anderer die zumindest zum Teil gestoppten oder aufgeschobenen Regierungsvorhaben der letzten Jahre. Doch die wichtigsten Ursachen liegen intern begraben. Die Mitglieder der Piratenpartei haben zum Großteil noch nicht begriffen, daß sie nun eben einer Partei angehören. Wer das Ganze als Bürgerbewegung gesehen hat, sollte sich fragen, wozu denn überhaupt eine Parteigründung notwendig gewesen ist. "Piraten" hat es auch schon vor der Piratenpartei gegeben und es wird sie auch nach ihr geben, nämlich Menschen, die sich für Bürgerrechte, Freiheit, Demokratie und Transparenz einsetzen. Organisationen wie die Humanistische Union, FoeBuD oder der AK Vorrat sowie Einzelpersonen wie Franziska Heine, Bettina Winsemann oder Altpolitiker der FDP wie Gerhart Baum zeigen, daß die grundlegende Idee nicht auf eine Partei beschränkt sein muß, ja es nicht mal sein darf!
Die Piratenpartei sollte der politische Arm dieser (Nicht-Nur-)Internetbewegung sein bzw. werden. So wie die SPD Hand in Hand mit den Gewerkschaften groß wurde (und jetzt ohne sie auf einmal wieder klein) oder die Grünen mit Umweltbewegungen, so könnten die Piraten das Sprachrohr einer ganzen Generation werden. Doch dazu müßten wir überhaupt erst einmal begreifen, daß die Partei nun auf einmal nicht alles selbst machen muß, sondern es eben wie bisher machen lassen sollte. Der Bewegung entgleitet die Jeder-Macht-Was-Idee, weil diese Ideen offenbar gerade in Strukturen und Hierarchien gegossen werden. Dies stößt einen Teil der Bewegung ab und lähmt den Rest wegen chronischer Überlastung.
Fast alle aktiven Piraten sind inzwischen in den Vorständen gebunden, die sich bis auf Kreisebene runter gegründet haben. Da Mehrfachämter ausgeschlossen sind (an sich eine gute Idee) dürfen sogar die laut Satzungen notwendigen Rechnungsprüfer keine anderen Ämter mehr bekleiden. Damit werden pro Vorstand zwischen 5 und 10 Leute in Ämter gebunden und ersticken an Organisationsdefiziten, die sich erst durch die zahlreichen Gründungen ergeben. Politsche Arbeit findet nicht mehr statt, sie kann es schlicht nicht mehr, denn die Vorstände sind rastlos und wähnen sich von der Basis getrieben (teilweise zu Recht), sind aber gleichzeitig mutlos und ängstlich.
Dazu haben sie allen Grund, denn jede verkehrte Äußerung, jede dumme Aktion (die zwangsläufig geschehen muß bei Politikamateuren) wird hochgekocht und netz-piratig-nerdig zum Flamewar ausgebaut. Natürlich hat der Fall Aaron König dabei eine Rolle gespielt, da er jedem Vorstand vorgeführt hat, was passieren könnte, wenn einmal ein mißverständliches Wort fallen sollte. Müßig zu erwähnen - aber das habe ich bereits in einem anderen Beitrag geschrieben - daß der Fall König etwas mehr als ein Mißverständnis war. Trotzdem sind die teilweise abstrusen Vorwürfe nicht immer gerechtfertigt gewesen, aber sie sind in den Köpfen hängengeblieben. Aus diesem Grund verwalten die Vorstände ihre Kreise und Länder und verlieren sich in Aktionismus und Aufrufen.
Was fehlt sind Visionen. Es sollte nicht darum gehen, anderen Menschen nachzulaufen, aber ein gewählter Vorstand sollte doch sowohl die Kompetenz als auch das Vertrauen haben, auch mal öffentlichkeitswirksam für die Piraten zu werben und über das aktuelle Parteiprogramm hinauszuschauen. Derzeit stellen die meisten Vorstände ihre vorherige Arbeit ein und gehen damit als "aktive" Piraten verloren. Es ist kein Wunder, daß sich nur noch wenig bewegt, denn eines sollte uns allen klar sein: Auch bei den Piraten ist der Löwenanteil der Mitglieder eher passiv.
Wie kann sich das ändern? Indem die Piratenpartei endlich den Ball wieder der Bewegung zuspielt. Laßt die Leute machen und planen und demonstrieren und laßt sie uns dabei unterstützen. Bei jeder Verfassungsbeschwerde ein Rundbrief (eher eine Rundmail) an alle mit der Bitte um Unterstützung oder Spenden. Ein aktives Bewerben sinnvoller Aktionen und Organisationen auf Webseiten oder in Presseerklärungen. Überhaupt mehr Öffentlichkeit herstellen wäre die Devise. Die Piratenpartei ist auch mit 2 bis 5% der Wählerstimmen ein politisches Gewicht. Wir hatten fast eine Million Wähler, das kann man nicht ignorieren, das kann keine Partei in Deutschland ignorieren! Piratenvorstände sollten sich bemühen, in Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder sogar Talkshows zu gelangen und sich dort ordentlich zu präsentieren (jedem Recht machen kann man es sowieso nicht, irgendwer findet immer irgendjemanden peinlich).
Die Partei braucht interne aber auch externe Experten, die endlich den viel geforderten Anspruch nach Wissenschaftlichkeit, Belegbarkeit und Integrität in das politische Programm hineinbringen. Nicht eine der offiziellen Positionen ist bis zum heutigen Tag wirklich ausgearbeitet worden, wird es versucht, wird es von einigen wenigen totgeschrien. Bitte nicht falsch verstehen: Dies ist keine Abkehr von der Basisdemokratie, denn das Recht, über alles unvoreingenommen und kritisch abzustimmen, ist das wichtigste Gut. Derzeit kommt es aber nicht mal zur Abstimmung, weil unter dem Deckmantel des Konsens gar kein Entwurf über das Entwurfsstadium hinauskommt.
Der Versuch, die Internetgemeinde zu vereinnahmen, ist gescheitert. Laßt sie uns als Partner begrüßen und unterstützen, dann wird sich auch neuer Schwung im politischen Getriebe der Partei einstellen. Geben wir den Menschen in der Partei die Chance, sich zu zeigen und nicht hinter Strukturen zu verstecken. Laßt uns rumspinnen und Visionen entwickeln, wegschmeißen kann man es immer noch. Und bitte laßt euch nicht von den anderen Parteien einlullen. Da ändert sich nichts, aber wir können was ändern.
Und nun frei nach Heise: Macht mich rot!
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Medien, Piraten, Politik
um
22:26
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Irrelevanz der Woche 2010/11
Der etwas andere Wochenrückblick
Zwar nicht mehr ganz Sonntag, aber für mich endet der "Tag" erst mit der nächtlichen Bettruhe
Ich wurde gefragt, warum ich denn fast nur Meldungen von Heise oder Spiegel Online zitiere. Das liegt daran, daß irrelevante Nachrichten unverändert in allen Medien auftauchen. Selbstverständlich könnte ich auch auf Focus Online (Spiegel-Klon), FAZ, Rundschau, das Handelsblatt oder sogar Bild Online verweisen. Es würde nichts, aber auch gar nichts an der Sinnlosigkeit der Nachrichten ändern. Erschreckend, wenn man mal länger darüber nachdenkt, nicht wahr?
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
...von hinten durchs Knie ins Auge
Diese Politiker können noch so viele Twitter-Accounts und Webseiten haben, ein runder Tisch bestehend aus Politikern und Journalisten dient vor allem der Ausgrenzung derjenigen, die das Netz ausmachen. Laßt euch nicht blenden, es wird alles noch viel schlimmer werden!
Fernsehen böser als alle anderen
Schlimm genug, daß es derartige Meinungsmacher gibt und auch weiterhin geben wird. Was die Meldung jedoch völlig irrelevant macht, ist die völlige Abwesenheit von Vergleichszahlen. Aber die methodisch saubere Veröffentlichung von Statistiken ist nicht so die Sache der Presse...
Soziale und menschliche Gesellschaft wohl auch kaum
Die nächste Studie voller Buzzwords und heißer Luft. Der klassische Nerd ist also männlich, 40, gut verdienend und unverheiratet. Selten so etwas Schwachsinniges gelesen!
Stellen Sie sich einfach vor, sie hätten das Geld anderer Leute verspielt...
Sollte ja nicht zu schwer fallen. Stellt sich nur die Frage, wieso die Konservativen immer noch als wirtschafts- und finanzkompetent in diesem Land gelten. Unfaßbar.
Zwar nicht mehr ganz Sonntag, aber für mich endet der "Tag" erst mit der nächtlichen Bettruhe
Ich wurde gefragt, warum ich denn fast nur Meldungen von Heise oder Spiegel Online zitiere. Das liegt daran, daß irrelevante Nachrichten unverändert in allen Medien auftauchen. Selbstverständlich könnte ich auch auf Focus Online (Spiegel-Klon), FAZ, Rundschau, das Handelsblatt oder sogar Bild Online verweisen. Es würde nichts, aber auch gar nichts an der Sinnlosigkeit der Nachrichten ändern. Erschreckend, wenn man mal länger darüber nachdenkt, nicht wahr?
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
...von hinten durchs Knie ins Auge
Diese Politiker können noch so viele Twitter-Accounts und Webseiten haben, ein runder Tisch bestehend aus Politikern und Journalisten dient vor allem der Ausgrenzung derjenigen, die das Netz ausmachen. Laßt euch nicht blenden, es wird alles noch viel schlimmer werden!
Fernsehen böser als alle anderen
Schlimm genug, daß es derartige Meinungsmacher gibt und auch weiterhin geben wird. Was die Meldung jedoch völlig irrelevant macht, ist die völlige Abwesenheit von Vergleichszahlen. Aber die methodisch saubere Veröffentlichung von Statistiken ist nicht so die Sache der Presse...
Soziale und menschliche Gesellschaft wohl auch kaum
Die nächste Studie voller Buzzwords und heißer Luft. Der klassische Nerd ist also männlich, 40, gut verdienend und unverheiratet. Selten so etwas Schwachsinniges gelesen!
Stellen Sie sich einfach vor, sie hätten das Geld anderer Leute verspielt...
Sollte ja nicht zu schwer fallen. Stellt sich nur die Frage, wieso die Konservativen immer noch als wirtschafts- und finanzkompetent in diesem Land gelten. Unfaßbar.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
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00:40
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Sonntag, 14. März 2010
Irrelevanz der Woche 2010/10
Der etwas andere Wochenrückblick
Da ich es Mitte der Woche zeitlich nicht immer schaffe, diese regelmäßige Kolumne zu veröffentlichen, wird der Veröffentlichungstermin von nun an auf den Sonntag verschoben (was ja eigentlich für eine Wochenzusammenfassung auch logisch erscheint). Für den besseren Überblick gibt es zudem nun die eigene Kategorie "Irrelevanz", in der alle dazugehörigen Einträge zusammengefaßt sind. Wie immer erhebt diese Ankündigung nicht den Anspruch der Relevanz, also nagelt mich später nicht darauf fest...
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Wer ist den Preis wert?
Der Oscar ist der Höhepunkt der alljährlich zu vergebenen Auszeichnungen. Und damit der Irrelevanz. Auch wenn ich persönlich seine Darstellung in Inglourious Basterds geliebt habe, habe ich außer Christoph Waltz meines Wissens keinen der anderen Nominierten gesehen. Und selbst wenn, bliebe es eben Geschmackssache. Zudem werden 95% aller möglichen Kandidaten ja schon vorher gesiebt und die tatsächliche Vergabe scheint wohl auch oft genug eher eine "politische" Entscheidung zu sein. Und obwohl ich mich auf jeden Fall zu den Filmfreaks zählen würde, würde es mir nicht mal im Traum einfallen, wegen so etwas die ganze Nacht aufzubleiben. Als kleine Randnotiz: Das hier gezeigte Filmfoto wurde z.B. auch in der FAZ abgedruckt (ich rede vom Offline-Medium!), was eindeutig für diese These spricht.
Während die Fälle mit Fuhrwerken erneut zurückgingen
Vielleicht sollte man - um überhaupt einen sinnvollen Vergleich herstellen zu können - die Kategorie als "Betrug mit technischen Mitteln" bezeichen. Dann dürften die Fälle von Scheckfälschungen Ende des letzten Jahrtausends locker jede Online-Betrugs-Statistik schlagen.
Angst vor den Piraten?
Sind ja mal wieder Wahlen, da muß man das liberale Gedankengut wohl oder übel wieder herauskramen. Aber liebe FDP: Es wird in Zukunft keine anstrengungslosen Wahlergebnisse über 14% mehr geben.
Todesstrafe für Schwänzen
Hier dürfte den Agenturen ein Fehler bei der Nachrichtenübermittlung passiert sein: Der Zusatz "geld" fehlte vermutlich im Original.
Anfänger!
Denn wir wissen ja: Was ist der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank.
Da ich es Mitte der Woche zeitlich nicht immer schaffe, diese regelmäßige Kolumne zu veröffentlichen, wird der Veröffentlichungstermin von nun an auf den Sonntag verschoben (was ja eigentlich für eine Wochenzusammenfassung auch logisch erscheint). Für den besseren Überblick gibt es zudem nun die eigene Kategorie "Irrelevanz", in der alle dazugehörigen Einträge zusammengefaßt sind. Wie immer erhebt diese Ankündigung nicht den Anspruch der Relevanz, also nagelt mich später nicht darauf fest...
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Wer ist den Preis wert?
Der Oscar ist der Höhepunkt der alljährlich zu vergebenen Auszeichnungen. Und damit der Irrelevanz. Auch wenn ich persönlich seine Darstellung in Inglourious Basterds geliebt habe, habe ich außer Christoph Waltz meines Wissens keinen der anderen Nominierten gesehen. Und selbst wenn, bliebe es eben Geschmackssache. Zudem werden 95% aller möglichen Kandidaten ja schon vorher gesiebt und die tatsächliche Vergabe scheint wohl auch oft genug eher eine "politische" Entscheidung zu sein. Und obwohl ich mich auf jeden Fall zu den Filmfreaks zählen würde, würde es mir nicht mal im Traum einfallen, wegen so etwas die ganze Nacht aufzubleiben. Als kleine Randnotiz: Das hier gezeigte Filmfoto wurde z.B. auch in der FAZ abgedruckt (ich rede vom Offline-Medium!), was eindeutig für diese These spricht.
Während die Fälle mit Fuhrwerken erneut zurückgingen
Vielleicht sollte man - um überhaupt einen sinnvollen Vergleich herstellen zu können - die Kategorie als "Betrug mit technischen Mitteln" bezeichen. Dann dürften die Fälle von Scheckfälschungen Ende des letzten Jahrtausends locker jede Online-Betrugs-Statistik schlagen.
Angst vor den Piraten?
Sind ja mal wieder Wahlen, da muß man das liberale Gedankengut wohl oder übel wieder herauskramen. Aber liebe FDP: Es wird in Zukunft keine anstrengungslosen Wahlergebnisse über 14% mehr geben.
Todesstrafe für Schwänzen
Hier dürfte den Agenturen ein Fehler bei der Nachrichtenübermittlung passiert sein: Der Zusatz "geld" fehlte vermutlich im Original.
Anfänger!
Denn wir wissen ja: Was ist der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank.
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Film, Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Piraten, Politik
um
20:00
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Donnerstag, 4. März 2010
Irrelevanz der Woche 2010/09
Der etwas andere Wochenrückblick
Das Verfassungsgericht hat gesprochen. Das was gesagt wurde, ist leider völlig irrelevant für konservative Politiker in Deutschland. Hauptsache die nächste Lücke ist schon da und wartet auf einen Lückenfüller in Form eines verfassungswidrigen Gesetzes. Doch zurück zu den wirklich irrelevanten Nachrichten der Woche
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Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Das Ende ist nah!
Derzeit können wir es uns halt aussuchen, ob es die Schweinegrippe, die Erderwärmung, zuviel DSDS oder diverse Erdbeben sind. Vermutlich wird jedoch mit diesem Artikel nur vorbereitet, daß der Emmerich-2012 als Dokumentarfilm durchgeht, sobald er in den Öffentlich-Rechtlichen läuft.
Was ein Käs, Mann!
Sexismusvorwürfe. Alkohol. Fremder Mann im Auto. Kirchenskandal (diesmal nicht die Katholiken!). Rücktritt. Toll für die Medien. Völlig irrelevant. Aber mal ein ganz leiser Gedanke: Wenn irgendwann mal (was nie passieren wird) ein nicht vorher ertappter Politiker, Geistlicher oder sonstiger Prominenter wegen eines persönlichen Problems oder Verschuldens zurücktreten oder aufhören sollte, dann würde mir das Respekt abnötigen.
Und das war nur gestern!
Mal wieder stellvertretend für alleNachrichtenMeldungen aus der Showbranche. Untalentiertes Starlet füllt nach Vorgabe ihrer PR-Agentur regelmäßig die Gazetten. Mal Heilige, mal Hure, mal Dummchen, mal Schlaue. Peinlich. Andererseits... das war doch die, die sich bei Transformers über die Kühlerhaube gebeugt hat...
Sind Politiker käuflich?
Natürlich nicht! Aber jetzt sollten wir doch mal über den Preis reden.
Gähn
Diesmal hat das Abschalten des Botnets nicht mal zu einer Delle im Spamaufkommen geführt, aber gefühlt 20 Jahre gedauert und bestimmt richtig viel Kohle gekostet. Peinlicher als es über rechtliche Mittel zu versuchen geht ja kaum noch...
Das Verfassungsgericht hat gesprochen. Das was gesagt wurde, ist leider völlig irrelevant für konservative Politiker in Deutschland. Hauptsache die nächste Lücke ist schon da und wartet auf einen Lückenfüller in Form eines verfassungswidrigen Gesetzes. Doch zurück zu den wirklich irrelevanten Nachrichten der Woche
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Das Ende ist nah!
Derzeit können wir es uns halt aussuchen, ob es die Schweinegrippe, die Erderwärmung, zuviel DSDS oder diverse Erdbeben sind. Vermutlich wird jedoch mit diesem Artikel nur vorbereitet, daß der Emmerich-2012 als Dokumentarfilm durchgeht, sobald er in den Öffentlich-Rechtlichen läuft.
Was ein Käs, Mann!
Sexismusvorwürfe. Alkohol. Fremder Mann im Auto. Kirchenskandal (diesmal nicht die Katholiken!). Rücktritt. Toll für die Medien. Völlig irrelevant. Aber mal ein ganz leiser Gedanke: Wenn irgendwann mal (was nie passieren wird) ein nicht vorher ertappter Politiker, Geistlicher oder sonstiger Prominenter wegen eines persönlichen Problems oder Verschuldens zurücktreten oder aufhören sollte, dann würde mir das Respekt abnötigen.
Und das war nur gestern!
Mal wieder stellvertretend für alle
Sind Politiker käuflich?
Natürlich nicht! Aber jetzt sollten wir doch mal über den Preis reden.
Gähn
Diesmal hat das Abschalten des Botnets nicht mal zu einer Delle im Spamaufkommen geführt, aber gefühlt 20 Jahre gedauert und bestimmt richtig viel Kohle gekostet. Peinlicher als es über rechtliche Mittel zu versuchen geht ja kaum noch...
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Film, Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
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Donnerstag, 25. Februar 2010
Irrelevanz der Woche 2010/08
Der etwas andere Wochenrückblick
Die olympischen Irrelevanz-Spiele beherrschen seit Tagen die Schlagzeilen. Da ist es schwierig, andere Themen zu finden, die ähnlich bedeutungsvoll sind. Aber nächste Woche wird alles besser. Versprochen!
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Demokratische und liberale Staaten haben es schwerer...
...einen Informationskrieg zu gewinnen. Gesellschaftswissenschaften. Erstes Semester. Der Abstand schrumpft zwar seit Jahren, aber noch scheint für die liberale Gesellschaft eine Chance zu bestehen. Vorausgesetzt man gibt den Hardlinern nicht noch mehr Geld für den bevorstehenden Cyberwar.
Wer nichts zu verbergen hat, ...
Sollen die Politiker ruhig was von ihrer eigenen Medizin fressen. Andererseits macht einem der Zustand der vierten Gewalt im Staat allmählich doch Angst.
Spätbarocke Putte
Muß sich doch lohnen, die jahrelangen Machtkämpfe, Intrigen und die Buckeleien vor der Wirtschaft. Daß es immer noch Journalisten gibt, die mit echter Empörung über die Nebeneinnahmen von Politikern schreiben können, wundert mich doch. Wie schlimm es allerdings um Deutschlands Wähler bestellt zu sein scheint, erschließt sich jetzt, seitdem die FDP in Umfragen 7% im Vergleich zur Bundestagswahl verloren hat. Wußtet ihr das wirklich nicht?
Die olympischen Irrelevanz-Spiele beherrschen seit Tagen die Schlagzeilen. Da ist es schwierig, andere Themen zu finden, die ähnlich bedeutungsvoll sind. Aber nächste Woche wird alles besser. Versprochen!
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Demokratische und liberale Staaten haben es schwerer...
...einen Informationskrieg zu gewinnen. Gesellschaftswissenschaften. Erstes Semester. Der Abstand schrumpft zwar seit Jahren, aber noch scheint für die liberale Gesellschaft eine Chance zu bestehen. Vorausgesetzt man gibt den Hardlinern nicht noch mehr Geld für den bevorstehenden Cyberwar.
Wer nichts zu verbergen hat, ...
Sollen die Politiker ruhig was von ihrer eigenen Medizin fressen. Andererseits macht einem der Zustand der vierten Gewalt im Staat allmählich doch Angst.
Spätbarocke Putte
Muß sich doch lohnen, die jahrelangen Machtkämpfe, Intrigen und die Buckeleien vor der Wirtschaft. Daß es immer noch Journalisten gibt, die mit echter Empörung über die Nebeneinnahmen von Politikern schreiben können, wundert mich doch. Wie schlimm es allerdings um Deutschlands Wähler bestellt zu sein scheint, erschließt sich jetzt, seitdem die FDP in Umfragen 7% im Vergleich zur Bundestagswahl verloren hat. Wußtet ihr das wirklich nicht?
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
um
21:30
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Freitag, 19. Februar 2010
Irrelevanz der Woche 2010/07
Der etwas andere Wochenrückblick
Krankheitsbedingt gibt es den irrelevanten Wahnsinn einen Tag später. Das ist aber selbstverständlich total irrelevant!
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Lidl ruft Käse zurück! (Danke an Marcel)
So wie das klingt, dürfte der Käse von allein zurückkommen.
Aufklärung ist schuld am Niedergang der Kirchen!
Wie irrelevant inzwischen die Äußerungen einiger katholischer Kirchenvertreter geworden sind, zeigt sich schon daran, daß die Nachrichten dazu in der Rubrik "Panorama" erscheinen. Zum Thema Kirche, Mißbrauch und Bischof Mixa fiele mir ansonsten höchstens noch ein Reim ein...
Wo gibt es das zu kaufen?
Das Kino der Zukunft wird inzwischen alle drei bis fünf Jahre neu definiert, immer etwas gefolgt vom Heimkinobereich. Diesen Multimediawahn beliebig mitmachen? Ich bin doch nicht blöd, Mann! Aber ich wette, wenn man auf das Ganze ein Apfel-Logo pappt...
Iran böse, wir gut
Möglicherweise, vielleicht aber auch nicht, könnte es unter Umständen und nur gerüchteweise ein Waffenprogramm im Iran geben. Aber keine Angst, unser Aaron wird das schon richten!
Krankheitsbedingt gibt es den irrelevanten Wahnsinn einen Tag später. Das ist aber selbstverständlich total irrelevant!
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Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Lidl ruft Käse zurück! (Danke an Marcel)
So wie das klingt, dürfte der Käse von allein zurückkommen.
Aufklärung ist schuld am Niedergang der Kirchen!
Wie irrelevant inzwischen die Äußerungen einiger katholischer Kirchenvertreter geworden sind, zeigt sich schon daran, daß die Nachrichten dazu in der Rubrik "Panorama" erscheinen. Zum Thema Kirche, Mißbrauch und Bischof Mixa fiele mir ansonsten höchstens noch ein Reim ein...
Wo gibt es das zu kaufen?
Das Kino der Zukunft wird inzwischen alle drei bis fünf Jahre neu definiert, immer etwas gefolgt vom Heimkinobereich. Diesen Multimediawahn beliebig mitmachen? Ich bin doch nicht blöd, Mann! Aber ich wette, wenn man auf das Ganze ein Apfel-Logo pappt...
Iran böse, wir gut
Möglicherweise, vielleicht aber auch nicht, könnte es unter Umständen und nur gerüchteweise ein Waffenprogramm im Iran geben. Aber keine Angst, unser Aaron wird das schon richten!
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Gesellschaft, Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik
um
14:00
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Donnerstag, 4. Februar 2010
Irrelevanz der Woche 2010/05
Der etwas andere Wochenrückblick
In der letzten Woche gab es eigentlich nur eine relevante Irrelevanz der Woche, nämlich die Vorstellung des iPad. Solange so ein "Ereignis" gefühlt 80% aller Meldungen ausmacht, ist mit der Wirtschaft wohl alles in Ordnung (und damit auch mit der Welt). Trotzdem erblickten noch ab und an weitere Irrelevanzen das Licht der Welt.
Falls jemand weitere irrelevante Nachrichten findet, bitte an mich posten, ich werde sie dann hier veröffentlichen...
Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Sachbeschädigung durch Fußballer Boateng
Hat er gegen 'nen Ball getreten?
Men in Tights! Tights!
Schon wieder Fußball. Ist aber zu gut. Der DFB kümmert sich sogar um die Farbe von Millionärs-Unterhosen. Es wird Zeit für ein zweites Bosman-Urteil, in dem im Einklang mit der Menschenrechtskonvention jeder Fußballer das Recht hat, Form und Farbe seiner Unterwäsche selbst zu bestimmen!
Und nicht an Drogen oder Babywindeln?
Die haben nicht mal Avatar produziert. Die verdienen Geld, obwohl Raubkopierer Fantastillionen an Umsatz stehlen. Die machen sogar im Internet Gewinne. Die sorgen dafür, daß die Presse kostenlos Werbung für sie macht.
Schon 100 Tage Regierung. In Italien gäbs Neuwahlen.
Wie auch auf diversen anderen "News"-Portalen wird nach den ersten 100 Tagen Schwarz-Geld Bilanz gezogen. Mal werden die gebrochenen Wahlversprechen aufgezählt (obwohl wir doch alle wissen, daß Versprechen von Versprecher kommt...), mal wie hier die "lustigsten" Sprüche wichtiger Politiker. Dies alles verteilt auf so viele Unterseiten wie möglich, damit jeder Klick Werbeeinnahmen bringt. Informationsgehalt nahe dem absoluten Nullpunkt.
Korußland. Jaustralien. Finwegen. Chilentinien. Mexuba.
Macht Spaß! Total sinnlos, aber es macht Spaß, neue Länderkombinationen zu erstellen. Bitte nach dem Auftauchen des neoliberalen Polit-Neusprechs-Begriffs Chimerica nicht mehr weiterlesen, es ist es nicht wert!
In der letzten Woche gab es eigentlich nur eine relevante Irrelevanz der Woche, nämlich die Vorstellung des iPad. Solange so ein "Ereignis" gefühlt 80% aller Meldungen ausmacht, ist mit der Wirtschaft wohl alles in Ordnung (und damit auch mit der Welt). Trotzdem erblickten noch ab und an weitere Irrelevanzen das Licht der Welt.
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Diese Woche gab es folgende Nachrichten mit Irrelevanz:
Sachbeschädigung durch Fußballer Boateng
Hat er gegen 'nen Ball getreten?
Men in Tights! Tights!
Schon wieder Fußball. Ist aber zu gut. Der DFB kümmert sich sogar um die Farbe von Millionärs-Unterhosen. Es wird Zeit für ein zweites Bosman-Urteil, in dem im Einklang mit der Menschenrechtskonvention jeder Fußballer das Recht hat, Form und Farbe seiner Unterwäsche selbst zu bestimmen!
Und nicht an Drogen oder Babywindeln?
Die haben nicht mal Avatar produziert. Die verdienen Geld, obwohl Raubkopierer Fantastillionen an Umsatz stehlen. Die machen sogar im Internet Gewinne. Die sorgen dafür, daß die Presse kostenlos Werbung für sie macht.
Schon 100 Tage Regierung. In Italien gäbs Neuwahlen.
Wie auch auf diversen anderen "News"-Portalen wird nach den ersten 100 Tagen Schwarz-Geld Bilanz gezogen. Mal werden die gebrochenen Wahlversprechen aufgezählt (obwohl wir doch alle wissen, daß Versprechen von Versprecher kommt...), mal wie hier die "lustigsten" Sprüche wichtiger Politiker. Dies alles verteilt auf so viele Unterseiten wie möglich, damit jeder Klick Werbeeinnahmen bringt. Informationsgehalt nahe dem absoluten Nullpunkt.
Korußland. Jaustralien. Finwegen. Chilentinien. Mexuba.
Macht Spaß! Total sinnlos, aber es macht Spaß, neue Länderkombinationen zu erstellen. Bitte nach dem Auftauchen des neoliberalen Polit-Neusprechs-Begriffs Chimerica nicht mehr weiterlesen, es ist es nicht wert!
Geschrieben von Ernst-J. Preussler
in Informatik, Irrelevanz, Medien, Piraten, Politik, Sport
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